Tierpark Senftenberg: So feiert der älteste Zoo der Lausitz seinen 95. Geburtstag

Die Roten Varis gelten als heutige Wahrzeichen des Senftenberger Tierparks. Ihr Gehege darf sogar begangen werden. Die Tiere können auch während der Feier des 95. Geburtstags des Tierparks besichtigt werden.
Torsten Richter-Zippack- Der Tierpark Senftenberg feiert an diesem Sonntag seinen 95. Geburtstag.
- Geöffnet ist von 9 bis 18 Uhr – Live-Musik, Hüpfburgen und Expeditionsfahrzeuge sind geplant.
- Eintritt: Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder vier Euro. Tiere können besichtigt werden.
- Der Park besteht seit 1931 und gilt als ältester seiner Art in der Lausitz.
- Aktuell leben 365 Tiere in 54 Arten auf rund einem Hektar; die Roten Varis sind ein Highlight.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Lausitz existiert eine ganze Anzahl von Tierparks beziehungsweise Zoos. Offiziell ist jeder Tierpark auch ein Zoo. Doch im Volksmund wird mit letzterem Begriff eine zentrumsnahe, kompakte Haltung verschiedener Tierarten verbunden. Somit wäre die Bezeichnung „Zoo Senftenberg“ nicht falsch. Denn tatsächlich befindet sich das Areal direkt am Rand der historischen Altstadt und zentral zwischen Festung und Stadthafen. Aktuell 365 Tiere in 54 Arten auf einer Fläche von lediglich rund einem Hektar können sich durchaus sehen lassen.
Egal, ob es nun Zoo oder Tierpark Senftenberg heißen würde: Zumindest handelt es sich um die älteste Anlage dieser Art in der Lausitz. Weder Cottbus, noch Görlitz oder Zittau, Bischofswerda, Weißwasser und Finsterwalde können der Senftenberger Anlage altersmäßig das Wasser reichen.
Bereits auf den 9. März 1931 ist die erste Veröffentlichung zur Errichtung eines Wildgartens im Senftenberger Stadtanzeiger datiert. Am 12. Juni 1931, einem Freitag, war es dann so weit: Der Tierpark erfuhr seine Eröffnung. Als erste Bewohner gibt die Chronik einen schwarzen Edelhirsch, einen Damhirsch mit Muttertier, ein Rehpärchen, Fasanen-, Enten- und Sitticharten an, ebenso das Schwanenpärchen vom Schlossteich.
Aus der Historie des Tierparks Senftenberg
Bis zum Jahr 1938 wurde der Tierpark privat betrieben, dann erfolgte der Übergang an die Stadt Senftenberg. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Areals zum Materiallager umfunktioniert. Erst am 14. Juli 1954 kam es zur Wiedereröffnung. Drei Jahre später begann die jahrzehntelange Ära der Braunbären in Senftenberg. Bis zu deren Ende anno 1993 erblickten um die 50 Braunbären in der Elsterstadt das Licht der Welt.
Ab 2008 war die Integrationswerkstätten Niederlausitz gGmbH für den Tierpark zuständig, seit 2014 die herausgelöste WBS Tierpark-Betriebs GmbH. Knapp zehn Jahre ist es her, als das Projekt Vari-Land mittels Spendenaktion ins Laufen kam. Dieses erfuhr im Spätsommer 2020 seine Eröffnung.
Birdy-Land und Bärenburg in Senftenberg
Und im Sommer 2026 soll das 95-jährige Bestehen des Senftenberger Tierparks gefeiert werden. Bereits an diesem Sonntag, 19. Juli, ist es soweit, kündigt Tierparkleiter Holger Loser an. Von 9 bis 18 Uhr werden den Besuchern Live-Musik, mehrere Hüpfburgen sowie eine Ausstellung mit Expeditionsfahrzeugen geboten. Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt, Kinder sind mit vier Euro dabei.
Dazu können natürlich die Tiere besichtigt werden. Momentan seien keine Bauvorhaben vorgesehen. Vor nicht allzu langer Zeit hatte die begehbare Voliere namens Birdy-Land ihre Pforten erstmals geöffnet.
Im Sommer 2031 steht das 100-jährige Bestehen des Senftenberger Tierparks an. Für dieses runde Jubiläum gibt es bislang noch keine Ideensammlung. Manch Senftenberger wünscht sich indes die Rückkehr der Braunbären in die Bärenburg. Vielleicht ließe sich dieses Unterfangen in den kommenden fünf Jahren realisieren.

