Tag des offenen Denkmals 2026
: Geheimtipps von Altdöbern bis nach Ortrand erleben

Historische Schlösser, Mühlen und Gutshäuser öffnen ihre Türen zum Denkmalstag. Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis wollen 22 Denkmäler entdeckt werden. Dazu gehört auch ein wenig bekanntes Gebäude.
Von
Torsten Richter-Zippack
Senftenberg
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Überall auf dem Gelände am Gutshof von Schwarzbach geistern sie herum: die Schlossgeister. Der ehemalige Pferdestall beherbergt seit mehr als 20 Jahren die gleichnamige Kita.

Überall auf dem Gelände am Gutshof von Schwarzbach geistern sie herum: die Schlossgeister. Der ehemalige Pferdestall beherbergt seit mehr als 20 Jahren die gleichnamige Kita. Die Schlossgeister werden auch am Denkmalstag eine Rolle spielen.

Silke Wentingmann-Kovarik
  • Tag des offenen Denkmals im Oberspreewald-Lausitz-Kreis: 22 Orte öffnen
  • Gut Schwarzbach geöffnet am 12. Sept. 2026 und 13. Sept. 2026, Führungen mit „Schlossgeistern“
  • Guteborn: Schlosskapelle mit Andacht um 10 Uhr, Film ab 12 Uhr; Kirche Hermsdorf ab 12 Uhr
  • Ortrand: Kulturbahnhof und Güterschuppen offen 10–18 Uhr, Güterschuppen seit 100 Jahren
  • Lindenau und Großkmehlen mit Führungen; Lauchhammer bietet Kirche, Mühle und Kunstgussmuseum

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Brandenburger oder Ruhlander Oberlausitz nimmt nur rund drei Prozent der Fläche der Oberlausitz ein. Auf den ersten Blick hat der Landstrich zwischen Schwarzer Elster im Norden und Pulsnitz im Süden nicht wirklich Aufregendes zu bieten. Auf den zweiten Blick hingegen schon.

Unter anderem die Schlösser und Parks in Lindenau, in Lipsa oder in Hohenbocka. Die Schlossparks in Kroppen und Guteborn. Und dann gibt es noch kleine, zunächst unscheinbare Ensembles, die sich bei genauerem Hinsehen als echte Juwelen entpuppen.

Etwa das Gutshaus in Schwarzbach. Das heutige barocke Gebäude am Gutshof Lindenplatz wird 2027 glatt 300 Jahre alt, heißt es bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Außenrestaurierung des Hauptgebäudes ist abgeschlossen. Ebenso sieht der ehemalige Pferdestall wieder schick aus. „Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurden die barocke Eingangshalle und die Biedermeiersalons der Beletage restauriert“, heißt es.

Genutzt wird das Gut unter anderem für Trauungen, Veranstaltungen und Weiteres. Auf dem Ensemble sind auch die „Schlossgeister“ beheimatet. Die Erweiterung der Kita war erst Anfang dieses Jahres vollendet worden.

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„Mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurden die barocke Eingangshalle und die Biedermeiersalons der Beletage restauriert.“
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Organisation zur Bewahrung von Kulturdenkmalen

Das Gut Schwarzbach ist anlässlich des Denkmalstages sowohl am Sonnabend, 12. September 2026 (14–22 Uhr), als auch am Sonntag, 13. September 2026 (10–18 Uhr), geöffnet. Es gibt an beiden Tagen Führungen, heißt es. Mit von der Partie sind auch die „Schlossgeister“. Daher ist dieses offene Denkmal besonders für Familien mit Kindern geeignet.

Schlosskapelle in Guteborn, Kirche in Hermsdorf

Nur rund drei Kilometer von Schwarzbach entfernt, befindet sich Guteborn mit seiner Schlosskapelle. Auch diese kann während des Denkmaltages von innen besichtigt werden. Das im Auftrag von Graf Siegfried von Hoym im Jahr 1737 errichtete Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Zerstörung gerettet.

Im Gegensatz dazu hatten die neuen Machthaber das unmittelbar benachbarte Schloss in Schutt und Asche gelegt. Anlässlich des Denkmalstages am 13. September gibt es zunächst um 10 Uhr eine Andacht in der Schlosskapelle. Ab 12 Uhr besteht die Möglichkeit, sich einen rund 50-minütigen Film über Kapelle und Schloss anzusehen.

An der Kirche in Hermsdorf bei Ruhland konnte vor fünf Jahren die Außen- und Turmsanierung abgeschlossen werden. Nun soll auch das Kirchenschiff im Inneren noch verschönert werden.

An der Kirche in Hermsdorf bei Ruhland konnte vor fünf Jahren die Außen- und Turmsanierung abgeschlossen werden. Nun soll auch das Kirchenschiff im Inneren noch verschönert werden.

An der Kirche in Hermsdorf bei Ruhland konnte vor mehreren Jahren die Außen- und Turmsanierung abgeschlossen werden. Am 13. September steht das Gotteshaus ab 12 Uhr offen.

Catrin Würz

Auch die Hermsdorfer Kirche öffnet zum Denkmalstag ihre Pforte. Los geht es um 12 Uhr. Zwei Stunden später gibt es eine Andacht. Und für 16 Uhr hat sich der Volkschor Hohenbocka angekündigt.

In Ortrand laden gleich drei Denkmäler ein. Zum einen das Empfangsgebäude des Bahnhofes. Dieser stammt aus dem Jahr 1867. Bis 2010 war der Bahnhof in Betrieb, ein Jahr später kaufte ihn der Investor Frank Weser. Im Sommer 2012 hatte die Einweihung nach erfolgter Rekonstruktion als „Kulturbahnhof“ stattgefunden. Das Empfangsgebäude steht am 13. September zwischen 10 und 18 Uhr offen.

Zum anderen ist auch der benachbarte Güterschuppen inklusive des Badehauses geöffnet. Den Güterschuppen gibt es 2026 bereits seit genau 100 Jahren. Besichtigt werden können beide Gebäude ebenfalls zwischen 10 und 18 Uhr.

Schlösser in Lindenau und Großkmehlen laden ein

Am Denkmalstag lädt auch das westlichste Schloss im westlichsten Ort der Oberlausitz ein, und zwar Lindenau. Das Schloss wurde bereits im Jahr 1584 auf uralten Fundamenten errichtet. Seit 2018 ist die Gemeinde Lindenau Eigentümer der Immobilie. Zum Denkmalstag am 13. September werden zwischen 10 und 17 Uhr, jeweils zur vollen Stunde, Führungen angeboten.

Auch Schloss Großkmehlen öffnet am Denkmalstag seine Türen. Um 13.30 Uhr und um 15 Uhr sind zwei, jeweils 60-minütige Führungen geplant. Dabei gibt es Informationen zur Baugeschichte mit restauratorischem Schwerpunkt.

Das wird in Lauchhammer geboten

Lauchhammer wartet am Tag des offenen Denkmals mit drei Objekten auf. Dazu gehört die Schlosskirche im Schlosspark Mückenberg. Die Protagonisten kündigen zwischen 12 und 16 Uhr eine Ausstellung, Führungen und Orgelmusik an. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die historische Schlossmühle (Alter Markt 7). Vor fünf Jahren hatte der Verein Schlossensemble Mückenberg das ruinöse Gebäude erworben und notgesichert. Am 13. September ist die Mühle von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr gibt es ein Kaffeekonzert auf dem Alten Markt.

Natürlich fehlt zum Denkmalstag auch das Kunstgussmuseum in Lauchhammer-Ost nicht. Dort kann am 12. und 13. September, jeweils von 13 bis 17 Uhr, die Ausstellung „Glühendes Erbe“ besichtigt werden.

In Brieske laden zum Tag des offenen Denkmals zwischen 14 und 18 Uhr die Begegnungsstätte & Galerie Marga (Im Margahof 3) sowie die Martin-Luther-Kirche ein. Im Gotteshaus wird ab 16 Uhr der „Klangraum Kirche“, ein Angebot zum Mitmusizieren, präsentiert.

Des Weiteren haben am Denkmalstag im Raum Senftenberg das Schloss Altdöbern (11–15 Uhr) sowie das Schrotholzhaus in Lieske (10–17 Uhr) geöffnet.