Spenden in Senftenberg
: Warum eine Freiwilligendienstlerin Geld für Obstbäume sammelt

Abigail Reich (22) hat einen Spendenaufruf gestartet. Warum sie mit den Neuntklässlern vom Friedrich-Engels-Gymnasium und der Förderschule „Hand in Hand“ in Senftenberg zwei Bäume pflanzen möchte. Und wie sie ihr Herzensprojekt finanzieren will.
Von
Rita Seyfert
Senftenberg
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  • Die Freiwilligendienstlerin Abigail Reich (22) aus Senftenberg absolviert gerade ihr Soziales Jahr an der Förderschule "Hand in Hand" in Senftenberg. Warum sie für ein damit verbundenes Projekt 630 Euro braucht.

    Die Freiwilligendienstlerin Abigail Reich (22) aus Senftenberg absolviert gerade ihr Soziales Jahr an der Förderschule "Hand in Hand" in Senftenberg. Warum sie für ein damit verbundenes Projekt 630 Euro braucht.

    Rita Seyfert
  • Gelebte Inklusion: Abigail Reich (22) aus Senftenberg will gemeinsam mit Neuntklässern vom Friedrich-Engels-Gymnasium und der Förderschule "Hand in Hand" Bäume pflanzen - und zwar auf einer Wiese hinter der Stralsunder Straße.

    Gelebte Inklusion: Abigail Reich (22) aus Senftenberg will gemeinsam mit Neuntklässern vom Friedrich-Engels-Gymnasium und der Förderschule "Hand in Hand" Bäume pflanzen - und zwar auf einer Wiese hinter der Stralsunder Straße.

    Rita Seyfert
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Bäume schlagen Wurzeln, blühen im Frühjahr, und im Herbst tragen sie Früchte. Auch die Freiwilligendienstlerin Abigail Reich (22) hofft, dass ihre beiden Obstbäume auf der Wiese hinter der Stralsunder Straße in Senftenberg in wenigen Jahren voll behangen zur Ernte stehen. Das Stadtplanungsamt hat bereits grünes Licht gegeben. Scheitern könnte das Vorhaben jetzt nur noch am Geld.

„Dieses Herzensprojekt steht und fällt mittlerweile nur noch mit der finanziellen Unterstützung“, erzählt Abigail Reich. Im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres an der Förderschule „Hand in Hand“ in Senftenberg hat Abigail Reich die Möglichkeit für dieses Projekt ergriffen. „Im April 2024 werden wir in der Nähe unserer Schule gemeinsam mit den Neuntklässlern vom Friedrich-Engels-Gymnasium zwei Obstbäume pflanzen“, erzählt sie.

Gymnasium und Förderschule Senftenberg pflanzen gemeinsam Bäume

Inklusion und Begegnung sei das Ziel, nach dem Motto, Miteinander statt Nebeneinander. Insgesamt 18 Schüler beider Schulen machen mit. Zwei Begegnungstreffen soll es geben. Außerdem sollen die Schüler in den ersten drei Jahren die Pflege der Bäume auf der – auch barrierefrei erreichbaren – Wiese zwischen Stralsunder und Usedomer Straße übernehmen. „Wir haben uns für Apfelbäume entschieden“, berichtet sie.

Auch Kirschbäume hätten zur Wahl gestanden. Der verantwortliche Mitarbeiter aus dem Senftenberger Stadtplanungsamt hätte aber von letzterer Baumsorte abgeraten, da die blühenden Kirschzweige im Frühjahr gern abgebrochen werden. Die Entscheidung für die Baumsorte ist also schon mal grob gefallen. Ob Jonagold, Boskoop oder Golden Delicious, jetzt fehlen nur noch die jungen Gehölze.

Wie das Projekt in Senftenberg finanziert werden soll

„Wir brauchen robuste und gesunde junge Bäume„, so Abigail Reich. Neben besonderer Erde sei es auch wichtig, die Bäume zu düngen und mit speziellen Mitteln zur Wasserspeicherung zu pflanzen. Außerdem müssen die Apfelbäume sicher fixiert werden, um dem Herbstwind standzuhalten, und sie müssen mit Stammschutzfarbe bestrichen werden. „All dies ist notwendig, um die tatsächliche Nachhaltigkeit zu garantieren“, so Abigail Reich.

Doch all dies kostet auch Geld. Etwa 630 Euro werden benötigt. Finanziert werden soll das Projekt durch eine Crowdfunding-Kampagne (deutsch: Schwarmfinanzierung). Bei dieser Form der Finanzierung werden bestimmte Projekte und Vorhaben auf einer Internet-Plattform präsentiert und Unterstützer, vor allem Geldgeber, gesucht.

Vor einer Woche hat Abigail Reich nun den Spendenaufruf „Inklusionsinitiative: Unsere Zukunft-Hand in Hand“ auf der Internetplattform Gofundme gestartet. Der Spendenaufruf trägt bereits erste Früchte. 70 Euro sind bisher auf dem Konto eingegangen.