Nachdem das Deutsche Rote Kreuz vor wenigen Tagen ein Datenleck beim Landesverband Brandenburg und drei Kreisverbänden öffentlich gemacht hat, ist die Verunsicherung auch bei Bürgern und Patienten in der Region groß. Der Kreisverband Lausitz gibt Entwarnung. „Der Kreisverband und seine Systeme sind nicht betroffen“, betont Sprecherin Dunja Petermann.

Der Kreisverband Lausitz benutze den betroffenen Server nicht und verfüge über keine Datenbanken, die vom Internet aus zugänglich seien. Benutzerdaten werden nicht auf der DRK-Homepage verarbeitet, sondern von einem Dienstleister und dessen Systemen. „Die eingesetzte Technik wird regelmäßig strengen Kontrollen unterzogen und gilt deshalb als sicher“, sagt die Vorstandsvorsitzende Bianka Sebischka-Klaus. Außerdem setze die Webseite des DRK-Kreisverbandes Lausitz auf ein Content Management System, das durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand gehalten wird, führt Dunja Petermann aus.

Von der Sicherheitslücke waren die Webseiten der DRK-Kreisverbände Märkisch-Oder-Havel-Spree, Niederbarnim und Uckermark-West/Oberbarnim sowie das vom Landesverband Brandenburg betriebene Erste-Hilfe-Portal betroffen. Unter anderem waren die Einsatzdaten von mehr als 110 000 Krankentransporten einsehbar. Die entsprechenden Internetseiten wurden gesperrt. Alle Landesverbände wurden aufgefordert, die Datensicherheit ihrer Datenbanken und Webseiten zu überprüfen. Der Landesverband Brandenburg hat darüber hinaus eine umfassende externe Prüfung der IT-Sicherheit angeordnet. Auf Basis dessen soll im Anschluss ein neues IT-Sicherheitskonzept ausgearbeitet werden.