Shell Eco-Marathon 2026: Nach internationalem Sieg - große Ehrung für BTU-Team

Das Team Lausitz Dynamics um Pilotin Lena Berthold (2.v.r) wird beim Sommerempfang der Stadt Senftenberg für den Sieg beim Shell Eco-Marathon 2026 geehrt.
Jan Augustin- BTU-Team Lausitz Dynamics wurde in Senftenberg für den Sieg beim Shell Eco-Marathon 2026 geehrt.
- Der Prototyp „HydroRaycer“ schaffte 1151 km pro Kubikmeter Wasserstoff – Kategorie „Prototype Hydrogen Fuel Cell“.
- Der Wettbewerb fand vom 24. bis 28. Juni auf dem Silesia Ring in Kamień Śląski statt.
- Zuvor erreichte das Team 2025 Platz zwei; Technik wurde seitdem umfassend optimiert.
- Gratulationen kamen von Stadt- und Kreisvertretern, gefahren ist u. a. Lena Berthold.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Applaus für ein Team, das internationale Konkurrenz hinter sich gelassen hat: Beim gut besuchten Sommerempfang der Stadt Senftenberg im Garten des Parkhotels sind die Studenten von Lausitz Dynamics für ihren Sieg beim Shell Eco-Marathon Poland 2026 geehrt worden. Bürgermeister Andreas Pfeiffer (CDU), Landrat Alexander Erbert (CDU), Altlandrat Siegurd Heinze und der Lausitzbeauftragte Klaus Freytag gratulierten den jungen Ingenieuren zu ihrem Erfolg.
Das studentische Team der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg hatte sich wenige Tage zuvor beim Shell Eco-Marathon Poland den ersten Platz in der Kategorie „Prototype Hydrogen Fuel Cell“ gesichert. Der Wettbewerb fand vom 24. bis 28. Juni auf dem Silesia Ring in Kamień Śląski statt.
Mehr als 130 studentische Teams aus Europa und Afrika gingen dort mit ihren energieeffizienten Fahrzeugen an den Start. Anders als bei klassischen Rennen zählt dabei nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern ein möglichst geringer Energieverbrauch.
HydroRaycer bringt BTU-Team an Spitze
Mit dem selbst entwickelten Energiesparmobil „HydroRaycer“ erreichte das BTU-Team nach Angaben der Universität einen Wert von 1151 Kilometern pro Kubikmeter Wasserstoff. Das entspreche umgerechnet einer Reichweite von rund 3450 Kilometern mit einem Liter Benzin. Am Steuer saß bei extremen Temperaturen Bachelorstudentin Lena Berthold.

Mit seinem selbst entwickelten Energiesparmobil HydroRaycer hat das BTU-Team mit seiner Fahrerin Lena Berthold bei extremer Hitze den Sieg beim Shell Eco-Marathon 2026 in Polen geholt.
Angelina Franke / BTU, Team Lausitz DynamicsDer Erfolg kommt nicht überraschend. Bereits im vergangenen Jahr hatte Lausitz Dynamics beim Shell Eco-Marathon den zweiten Platz in der Wasserstoff-Kategorie belegt. Damals erreichte das Team 964,3 Kilometer pro Kubikmeter Wasserstoff und musste sich nur der Hochschule Stralsund geschlagen geben.
Nach Angaben der BTU arbeiteten die Studierenden seitdem monatelang an der Weiterentwicklung ihres Fahrzeugs. Optimiert worden seien unter anderem die Brennstoffzelle, die Aerodynamik und die Supercaps zur Energierückgewinnung und -speicherung.
Der Aufwand zahlte sich aus: Mit 1151 Kilometern pro Kubikmeter Wasserstoff setzte sich Lausitz Dynamics deutlich vor der Hochschule Stralsund mit 938 Kilometern und dem Politecnico di Torino aus Italien mit 812 Kilometern durch.
Studenten tüfteln seit 2008 in Senftenberg
Das rund 20-köpfige Team wird von Professor Dr.-Ing. Sylvio Simon geleitet. Teammanager sind Steven Wenzke und Nick Kucher. Als Fahrer kamen Lena Berthold sowie Masterstudent Christian Meier zum Einsatz. Fachlich betreut wird das Projekt von den BTU-Mitarbeitern Sindy Schmidt und Shadi Sykora.
Die Geschichte von Lausitz Dynamics reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Seitdem entwickeln Studenten am Campus Senftenberg Fahrzeuge für den internationalen Effizienz-Wettbewerb. Nach mehreren vorderen Platzierungen – darunter ein erster Platz in der Batterie-Klasse 2012, Rang sieben in der UrbanConcept-Kategorie 2019 und Platz zwei in der Wasserstoff-Kategorie 2025 – gelang dem Team nun der bislang größte Erfolg seiner Geschichte.
Shell Eco-Marathon und Lausitz Dynamics
Der Shell Eco-Marathon zählt zu den weltweit bedeutendsten Wettbewerben für energieeffiziente Fahrzeuge. Studentische Teams entwickeln dabei über Monate eigene Prototypen oder alltagstaugliche Konzepte und treten gegeneinander an. Gewonnen hat nicht das schnellste Fahrzeug, sondern dasjenige, das eine vorgegebene Strecke mit dem geringsten Energieverbrauch zurücklegt.
Das Team Lausitz Dynamics der BTU Cottbus-Senftenberg beteiligt sich seit vielen Jahren an dem Wettbewerb. Seit 2008 entwickeln Studenten am Campus Senftenberg Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antriebskonzepten. Zu den größten Erfolgen zählen ein Sieg in der Batterie-Klasse 2012, mehrere weitere Top-Platzierungen sowie der zweite Platz in der Wasserstoff-Kategorie 2025. Mit dem Sieg 2026 in der Kategorie „Prototype Hydrogen Fuel Cell“ gelang dem Team jetzt der bislang größte Erfolg in der Wasserstoff-Klasse.

