Senftenberger See: Jugendliche wagen gefährliche Sprünge von der Brücke ins Wasser

Der Senftenberger See ist im Sommer eine verlockende Abkühlung. Zu wagemutig sollte man sich allerdings nicht hineinstürzen. Denn das kann böse enden.
Robert Michael/dpa- Polizei stoppte Jugendliche beim Brückensprung am Senftenberger See zwischen Niemtsch und Peickwitz.
- Der Einsatz war am Donnerstag, 2. Juli, gegen 17.30 Uhr – die Gruppe zeigte Einsicht.
- Brücken- und Stegsprünge sind verboten und gelten als Ordnungswidrigkeit.
- Unsichtbare Hindernisse und Schifffahrt erhöhen die Gefahr, Baden nur an ausgewiesenen Stellen.
- Laut Polizei ertrinken jedes Jahr Menschen in Brandenburg und Berlin, zuletzt auch im See.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei den Temperaturen der vergangenen Tage kann man es niemandem verübeln, nach Abkühlung zu suchen. Bei einer Gruppe von Jugendlichen, die am Donnerstag, 2. Juli, am Senftenberger See zwischen Neimtsch und Peickwitz von einer Brücke ins kühle Nass sprangen, hörte das Verständnis der Polizei auf.
Es war am Nachmittag um 17.30 Uhr als die Polizisten den riskanten Badespaß unterbanden. Sie erklärten ihnen, dass es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit und zudem um eine gefährliche Idee handle. Wie die Polizei mitteilte, zeigten sich die Jugendlichen einsichtig und stellten das Springen ein.
In Brandenburg kommt es laut Polizei besonders in den Sommermonaten immer wieder zu gefährlichen Sprüngen von Brücken in Gewässer. Doch das ist verboten und dieses Verbot gilt nicht nur für Brücken, sondern auch für Stege oder andere Bauwerke und kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Die Gefahr ist nicht zu unterschätzen. Jedes Jahr ertrinken in Brandenburg und Berlin Menschen. Unter der Wasseroberfläche können unsichtbare Hindernisse wie Steine, Treibgut oder versunkene Gegenstände lauern. Bereits geringe Wassertiefen können zu schweren oder tödlichen Verletzungen führen, wird gewarnt. In befahrenen Gewässern drohe zusätzlich Gefahr durch Schifffahrt. Baden sollte man nur an ausgewiesenen Badestellen. Bei Gefahr im Wasser gilt der Notruf 112.
Badeunfälle Brandenburg
2024: 30 Ertrunkene in Brandenburg, 16 in Berlin
2025 (Zwischenstand September): 20 Ertrunkene in Brandenburg, 12 in Berlin
2025 bundesweit: 393 tödliche Unglücke in Gewässern, 18 weniger als 2024
(DLRG, Statistik Ertrinken)
Auch im Senftenberger See sind bereits Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt musste die Lausitzer Rundschau 2023 über den Tod eines 73-jährigen Mannes berichten.
