Seecampus Schwarzheide: Tag der offenen Tür am Gymnasium lockt mit Kaninchen

Der Seecampus in Schwarzheide ist Heimstätte des Emil-Fischer-Gymnasiums und des Oberstufenzentrums Lausitz. Das wird am Tag der offenen Tür geboten.
Catrin Würz- Seecampus Schwarzheide lädt am 29. Januar zum Zukunftstag mit Vorträgen und Aktionen ein.
- Highlight: Vortrag über Kaninchen, Fibonacci-Zahlen und den Dom von Florenz von Ex-Schulleiter Dietmar Ziller.
- Schwarzheider Gymnasium feiert 2026 35 Jahre Bestehen und 25 Jahre MINT-Schwerpunkt.
- Hochschulen der Region präsentieren MINT-Themen, u.a. BTU Cottbus-Senftenberg und TU Dresden.
- Seecampus liegt idyllisch am Nordufer des Südsees, einem 61 Hektar großen ehemaligen Tagebaugebiet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Jahr 2026 gibt es Schwarzheide seit nunmehr 90 Jahren. Denn am 1. Oktober 1936 wurden die damaligen Orte Zschornegosda und Naundorf zur Industriegemeinde Schwarzheide vereinigt. Grund war der Aufbau des Hydrierwerkes der Brabag, des späteren Synthesewerkes und der heutigen BASF Schwarzheide GmbH.
Auf immerhin 35 Jahre bringt es das örtliche Gymnasium. Es war am 22. August 1991 in den Räumen der vorherigen Polytechnischen Oberschule (POS) Wladimir Komarow in Betrieb gegangen. Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert trägt die Einrichtung den Namen des Chemie-Nobelpreisträgers Emil Fischer.
Der Seecampus als heutige Heimstätte des Emil-Fischer-Gymnasiums wird seit Februar 2011, also seit 15 Jahren, genutzt. Wo einst die Komarow-POS stand, befindet sich heute indes ein Netto-Markt. Darüber hinaus finden 2026 zum 25. Mal die sogenannten Akademievorträge im Rahmen des Zukunftstages statt. Diese richten sich vor allem an die oberen Klassen. Bereits am 29. Januar ist es zwischen 9 und 14.30 Uhr soweit.
Seecampus Schwarzheide: Die Kaninchen und der Dom von Florenz
Besonders spannend dürfte der Vortrag des ehemaligen Schulleiters Dietmar Ziller werden. „Was haben Kaninchen mit dem Dom von Florenz zu tun? Mathematik und Kunst“, hat der Pädagoge sein Werk benannt. Es gehe um den Zusammenhang zwischen der theoretischen Vermehrung von Kaninchen und einer bestimmten Zahlenfolge. Dieses Phänomen hatte der italienische Rechenmeister Leonardo Fibonacci bereits im Hochmittelalter beschrieben.
Die sogenannten Fibonacci-Zahlen finden sich in der Natur und in der Baukunst wieder. So ist das Verhältnis des Goldenen Schnittes gleich dem Verhältnis benachbarter Fibonacci-Zahlen. Darüber hinaus kündigt Dietmar Ziller an, in seinem Vortrag auf den Goldenen Schnitt in Architektur und Malerei eingehen zu wollen, konkret auf die Symmetrie in Bauwerken.
Und wer weiß heute noch, dass der Maler Albrecht Dürer im ausgehenden Mittelalter als einer der größten deutschen Mathematiker galt? Übrigens: Eines der berühmtesten Werke Dürers ist wieder eine langohrige Fellnase, und zwar der Feldhase aus dem Jahr 1502.
Diese Hochschulen präsentieren sich in Schwarzheide
Des Weiteren können sich die „Emilianer“, so bezeichnen sich die Schwarzheider Gymnasiasten, auf weitere Vorträge freuen. Die Referenten sind Wissenschaftler der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, der Technischen Universität Dresden sowie der Bergakademie Freiberg. Das Themenangebot leuchtet die ganze Bandbreite des MINT-orientierten Emil-Fischer-Gymnasiums aus. MINT steht für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.

Der Seecampus befindet sich direkt am Nordufer des Südsees in Schwarzheide. Es handelt sich um das rund 61 Hektar große geflutete Restloch der Tagebaue Ferdinand-Westfeld und Emanuel.
Torsten Richter-ZippackUnd damit wird ein weiteres Jubiläum gewürdigt. Denn seit nunmehr einem Vierteljahrhundert ist das Schwarzheider Gymnasium MINT-Schule, also mit Schwerpunkt auf dem technisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

