Die 5000 bestellten und bezahlten Schneeglöckchen-Medaillen als Zielprämie für die Läufer, Radler, Skater und Wanderer werden an die von Corona ausgebremsten Sportler nun doch ausgehändigt. Diese gute Nachricht hat der Verein Lausitzer Sportevents nach der Absage des Schneeglöckchenlaufes auf seiner Internetseite veröffentlicht und dafür von den Laufenthusiasten viel Zuspruch erhalten.

Der Verein mit Sitz im südbrandenburgischen Hohenbocka ist nach der angeordneten Absage der Veranstaltung mit erwartetem Teilnehmerrekord in schwere finanzielle Schieflage geraten. Allein die Medaillen in unterschiedlichen Frühlingsfarben haben 35 000 Euro gekostet. „Solche hohen Summen steckt man als Verein nicht einfach weg“, sagt Hans-Joachim Weidner als Cheforganisator.

Ausgabe der Schneeglöckchen-Medaillen wird organisiert

Teilnehmer mit einer bestätigten und bezahlten Buchung bekommen ihre Medaillen jetzt auch ohne Laufspaß ausgehändigt. Wo genau, das soll noch entschieden werden. Fest steht aber, dass es nicht möglich sein wird, die Schneeglöckchen-Medaillen per Post an die Teilnehmer zu versenden.

T-Shirts, Mützen und Buffs (Schlauchschals) hingegen werden an die Sportler außerhalb Sachsens und Brandenburgs per Post versandt.

Auch wenn einige Sportler schon in Aussicht gestellt haben, ihre bereits gezahlten Gebühren nicht zurückzuverlangen, bittet der Verein auf seiner Internetseite darum, von einer Rückbuchung der Lastschrift abzusehen. Je Buchungsvorgang wird ansonsten das Vereinskonto zusätzlich mit mindestens sieben Euro belastet.

Jetzt wackelt der Spreewald-Marathon

Fürs Überleben nach dem abgesagten dreitägigen Sportfest in Ortrand hoffen die Vereinsmitglieder um den Lausitzer Lauf-Papst Weidner jetzt auf einen vom Staat eingerichteten Rettungsfonds. Denn nach dem gestrichenen Schneeglöckchenlauf gibt es nur noch wenig Hoffnung für den Spreewald-Marathon. Dann geht es für den Verein nicht mehr um Zehntausende Euro Ausfall, sondern um mindestens 300 000 Euro.