Rückzug im OSL-Kreis: Warum Siegurd Heinze wirklich aufhört – das sagt der Landrat

OSL-Landrat Siegurd Heinze hat seinen Rückzug als Verwaltungschef angekündigt. Jetzt hat er auch gesagt, warum.
Steffen Rasche / Landkreis OSL- OSL-Landrat Siegurd Heinze tritt 2026 zurück, Grund ist sein Alter. Er wird dann 65 Jahre alt sein.
- Eine Wiederwahl und Amtszeit bis 73 schließt er aus; Rückzug mitten in der Amtszeit lehnt er ab.
- Spekulationen über Wechsel in Wirtschaft oder Landespolitik weist er klar zurück.
- Die Wahl seines Nachfolgers findet am 11. Januar 2026 statt, Stichwahl am 25. Januar.
- Zwei Spitzenämter im Landkreis werden neu besetzt, Heinzes Zukunftspläne sind offen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach 36 Jahren in der Kommunalpolitik will Siegurd Heinze Schluss machen – endgültig. Der parteilose Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz hat angekündigt, sich nicht erneut zur Wahl zu stellen. Am 8. Mai 2026 wird er sein Amt niederlegen – einen Tag vor seinem 65. Geburtstag.
Der Grund für den Rückzug: das Alter. Heinze sagt offen, dass er bei einer Wiederwahl am Ende der achtjährigen Amtszeit 73 Jahre alt wäre – möglicherweise zu alt für die Anforderungen des Amtes, wie er findet. Und ein Rückzug mit 68 oder 69 Jahren, mitten in der Amtszeit, komme für ihn nicht infrage.
„Halbe Sachen mache ich nicht“, erklärt Heinze. Entweder noch einmal acht Jahre mit voller Kraft – oder der klare Schnitt. Die Entscheidung habe er über einen langen Zeitraum hinweg getroffen, nach eigenen Worten „jeden Tag darüber nachgedacht, manchmal auch nachts“.
Mit wem Siegurd Heinze seine Zukunft besprochen hat
In den Entscheidungsprozess einbezogen waren nicht nur die Familie, sondern auch enge Mitarbeiterinnen: die Sekretärin sowie die Kreistagsvorsitzende. „Ich habe das mit meiner Familie ausführlich besprochen“, sagt Heinze. In der Woche vor der Ankündigung sei dann die endgültige Entscheidung gefallen.
Mögliche Spekulationen über einen Wechsel in die Landespolitik weist Heinze zurück. Ein Wechsel nach Potsdam sei „nicht geplant“, betont er. Auch ein Angebot aus der freien Wirtschaft gebe es nicht. Zwar schließt er eine berufliche Tätigkeit außerhalb des Landratsamtes grundsätzlich nicht aus – „aber ich habe das auch nicht vor“.
Heinze war seit 2010 Landrat, zuvor bereits seit den frühen 1990er-Jahren in leitenden kommunalen Positionen tätig. Er ist auch Vorsitzender des Landkreistages Brandenburg. Bei der Bekanntgabe seines Rückzugs betonte er, dass er bis zum letzten Tag die Amtsgeschäfte vollständig ausführen werde.
Neuer Landrat in OSL soll am 11. Januar 2026 gewählt werden
Die Nachfolgersuche beginnt: Die Wahl ist für den 11. Januar 2026 angesetzt, eine mögliche Stichwahl für den 25. Januar. Heinze selbst will sich nicht in die Auswahl einmischen. „Ich werde keine Empfehlung abgeben“, sagte er auf Nachfrage.
Auch bei der Besetzung der Beigeordnetenstelle – Grit Klug, die Erste Beigeordnete, scheidet ebenfalls im Juni 2026 aus – hält sich Heinze zunächst zurück. Einen Vorschlag werde er noch abgeben, Namen nannte er bisher nicht.
Der Landkreis steht damit vor einem umfassenden personellen Umbruch. Zwei Spitzenämter werden neu besetzt – ein seltenes Ereignis in dieser Form. Für Heinze beginnt damit auch privat eine neue Phase. Was er nach seiner Amtszeit genau machen wird, bleibt offen. Klar ist nur: Noch einmal antreten wird er nicht.

