Autocross am Kutschenberg: Besondere Vorkehrungen nach Stacheldrahtfund?

Hier geht’s zum Autocross am Kutschenberg. Bei Ortrand dröhnen die Motoren. Besucher und Fahrer folgen den gelben Schildern mit dem schwarzen Schriftzug ADAC.
Silke Wentingmann-Kovarik- Autocross am Kutschenberg bei Ortrand: Deutsche Meisterschaft und Lausitzpokal am 10./11. Mai.
- Neuer Parkplatz für 500 Autos neben dem Fahrerlager; zugänglich über zentrale Einfahrt.
- Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 10-15 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei.
- Beste Sicht: Nordtribüne im Wald, Westtribüne mit Videoleinwand.
- Polizei untersucht Stacheldraht im nahegelegenen Wald; keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nur noch wenige Handgriffe und dann soll alles für das Motorsport-Spektakel am Kutschenberg gerichtet sein. Auf der Traditions-Strecke nahe der sächsischen Grenze in den Kmehlener Bergen werden an diesem Wochenende (10./11. Mai) Läufe zur Deutschen Meisterschaft ausgetragen. Motorsportbegeisterte können sich zudem über Teil 1 im Rennen um den Lausitzpokal freuen.
Seit den frühen 1980er-Jahren richtet der Motorsportclub MC GV Ortrand auf dem Gelände Rennveranstaltungen aus. Die Einwohner von Ortrand und der umliegenden Gemeinden kennen die Geräuschkulisse, die mal mehr und mal weniger intensiv an die Ohren getragen wird.
Parken am Kutschenberg für Autocross-Besucher
Freitag-Vormittag, kurz vor der Öffnung der Tore der Fahrerlager, ist alles bestens vorbereitet. Maik Paulig muss es wissen. Der Vereinsvorsitzende hält die Strippen in der Hand und ist zufrieden. Auch, weil es gelungen ist, einen neuen Parkplatz einzurichten. Diese Neuigkeit muss er gleich zuerst loswerden.
Die Fläche neben dem Fahrerlager 2 hat die DK Brandenburger Wildtiere GmbH in diesem Jahr zur Verfügung gestellt. Während auf dem ursprünglichen Parkplatz ungefähr 150 Autos abgestellt werden können, ist nun Platz für zusätzliche 500 Pkw. Rennstrecke und Zugang zum Gelände liegen in der Nähe.
Autocross am Kutschenberg: Anfahrt und Eintritt
Es ist der einzige Eingang. Ein zentraler Zugang habe sich bewährt, sagt Paulig. Das gelte auch für die Anfahrt von Besuchern und Sportlern. Wer den gelben, pfeilartigen Schildern mit der Aufschrift „ADAC“ folgt, kann sich nicht verfahren.

Autocross am Kutschenberg: Die Motorsportler fahren mit ihren Gespannen durch Ortrand. Am Wochenende (10./11. Mai) nehmen sie an den Läufen um die Deutsche Meisterschaft teil.
Silke Wentingmann-KovarikSchon an den Abfahrten der Autobahnanschluss-Stelle Ortrand begleiten die Hinweise den Straßenverlauf durch die Stadt. Es geht in die Großenhainer Straße in Richtung Blochwitz. Vom Ortsausgang bis zum Abzweig in die Parkstraße unmittelbar hinter der Autobahnbrücke ist es ein Kilometer. Von hier ist dann auch das Fahrerlager an der Strecke zu erahnen.
Eintrittskarten können die Besucher am Eingang erwerben oder abholen, sofern bestellt. Für Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren ist der Zutritt kostenlos. Erwachsene zahlen am Sonnabend zehn, am Sonntag 15 Euro oder wählen die Karte für das Wochenende für 20 Euro.
Wo Zuschauer in Großkmehlen das beste Rennerlebnis haben
Die spannende Frage ist: Von welcher Stelle hat der Zuschauer den besten Blick? „Man sieht von überall gut“, ist Paulig überzeugt, hat aber dennoch zwei Empfehlungen: Die Nordtribüne – die ist in diesem Jahr neu und schön im Wald gelegen – und die Westtribüne an der Zielkurve. Die habe den Vorteil der Videoleinwand, von der man das Renngeschehen in der sonst nicht einsehbaren „Hölle“ verfolgen könne.

Vier Tage vor dem Rennwochenende bietet sich noch ein unverstellter Blick auf die Autocross-Strecke in den Kmehlener Bergen.
Silke Wentingmann-KovarikDas Wochenende auf der Rennstrecke startet 8.30 Uhr: am Sonnabend mit dem Training, am Sonntag mit regulären Läufen. Spannend seien zum frühen Zeitpunkt der Meisterschaft noch alle Läufe: „Die Fahrer sind zum Beginn der Saison noch alle heiß“, sagt Maik Paulig.
Daumen drücken können Besucher den fünf Club-Fahrern: Jonas Seidel, Uwe Fröhlich, Domenic Stein, Thorben Tschesche sind allesamt Lokalmatadoren. Die weiteste Anreise hat der fünfte im Bunde – Dennis Huth kommt aus Hessen in die Kmehlener Berge.
Polizei nimmt die Gefahr im Wald bei Großkmehlen ernst
Das Gebiet war jüngst mit Schlagzeilen in die Aufmerksamkeit gerückt. Bislang unbekannte Täter hatten im nahen privaten Wald Stacheldraht zwischen Bäumen gespannt. Eine ernste Gefahr für Passanten – ein Radfahrer entging einem schlimmen Unfall.
Zweimal ist die Polizei gerufen worden. Die Ermittlungen und die Tätersuche dauern noch immer an, bestätigt Polizeisprecher Jan Karden auf Nachfrage dieses Portals.
Sind mit Blick auf diese Vorfälle in der unmittelbaren Nähe zur Rennstrecke besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden?
Diese Frage verneint Maik Paulig. Es gebe ein bestehendes Sicherheitskonzept für die Veranstaltung und man sehe keine Notwendigkeit, etwas anzupassen. „Für die Sicherheit ist gesorgt“, sagt er und verweist auf die medizinische Unterstützung der Johanniter und durch die Feuerwehr aus Großkmehlen.


