In der Nähe des Senftenberger Sees (Oberspreewald-Lausitz) sind am Freitagabend innerhalb von kurzer Zeit zwei größere Waldbrände ausgebrochen. Zum ersten Mal wurden die Feuerwehren aus Senftenberg und der näheren Umgebung um kurz nach 20 Uhr alarmiert. In Großkoschen standen in einem Waldstück in der Nähe des Badestrandes nach Angaben der Leitstelle Lausitz rund 2000 Quadratmeter Boden in Flammen. Die Rettungskräfte waren mit 14 Fahrzeugen im Einsatz und hatten nach rund drei Stunden das Feuer gelöscht.

Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Um kurz vor 21 Uhr wurde ein zweiter Brand gemeldet, dieses Mal in Buchwalde. Dort standen ebenfalls unweit des Badestrandes etwa 800 Quadratmeter Schilf in Flammen. Zu diesem Einsatz waren 17 Fahrzeuge unterwegs. Nach zwei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Am Samstagmorgen wurden beide Bereiche nochmal nachkontrolliert.

Verletzt wurde niemand. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen möglicher Brandstiftung aus. „Die Feuer brachen in Bereichen am See aus, wo sich trotz hoher Waldbrandgefahr eigentlich nichts selbst entzünden kann“, heißt es von der Polizei in Senftenberg.

Höchste Waldbrandstufe in weiten Teilen Brandenburgs

Brandenburg ist zurzeit bundesweit das Land mit der höchsten Waldbrandgefährdung. In einigen Landkreisen ist bereits die höchste Warnstufe 5 erreicht worden. Rauchen, Grillen und offenes Feuer im Wald sowie bis 50 Meter vom Waldrand entfernt sind nicht gestattet. Dies gilt nach Angaben der Polizei auch an Seeufern in Waldnähe. Das Befahren von Wäldern mit Kraftfahrzeugen ist grundsätzlich verboten. Ist der Wald auf Grund stark erhöhter Waldbrandgefahr gesperrt, darf er nicht betreten werden. Es besteht Lebensgefahr. Das Parken in Waldzufahrten ist ebenfalls nicht gestattet. Diese sind für die Feuerwehr und Rettungskräfte freizuhalten. Entdeckte Waldbrände sind umgehend unter dem Notruf der Feuerwehr 112 zu melden.