Polarlichter bei Senftenberg: Hörlitz statt Island, darum sind Nordlichter so besonders

Grünlich flackern die Polarlichter über den Dächern von Hörlitz auf. Solch ein farbintensives Phänomen ist in der Region außergewöhnlich.
Dr. Alexander Haußmann- Seltene Polarlichter über Hörlitz und Senftenberg begeistern Beobachter – intensives Farbspiel.
- Physiker Dr. Alexander Haußmann beschreibt stärkstes Leuchten seit Island 2003.
- Grün/rote Nordlichter trotz Straßenbeleuchtung sichtbar – von Nord- bis Südhimmel.
- Polarlichter 2026 besonders intensiv – ähnliche Phänomene zuletzt 2000 beobachtet.
- Ursache: Sonnenstürme und ihre Wechselwirkung mit dem Erdmagnetfeld (Aurora borealis).
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Gegend nördlich von Senftenberg und Hörlitz ist zu nächtlicher Stunde vor allem eines: stockfinster. So gut wie kein künstliches Licht dringt in die weitläufige Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Meuro. Lediglich am Nordhorizont zeigt sich der Sonne-Schornstein mit seiner roten Flug-Befeuerung. Eine Gegend also, in der sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Und Himmelsgucker ideale Bedingungen vorfinden.
So wie Dr. Alexander Haußmann aus Hörlitz. Der Physiker ist nicht nur Vorsitzender des Freundeskreises der Senftenberger Hobbymeteorologen, einer Interessengruppe von rund 20 Wetterfröschen aus der Region. Sondern ebenso Experte für Himmelsphänomene, etwa Kometen, Regenbögen oder Halos. Klar, dass es den Hörlitzer in den vergangenen Nächten nicht in den warmen vier Wänden hielt. Denn draußen, über der Meuroer Bergbaufolgelandschaft, flackerten die Nordlichter.
Warum die Polarlichter 2026 so außergewöhnlich sind
Zwar hat Haußmann diese Erscheinung bereits in den Jahren 2024 und 2025 in der Region beobachtet. Doch diesmal ist es anders: „War der stärkste Ausbruch, den ich seit Island 2003 gesehen habe. Im Norden grün/rot und so hell, dass man es trotz der Straßenlampen farbig sehen konnte. Von West nach Ost bis hinein zum Südhimmel grüne Flecken und Bänder, die immer wieder an und ausgingen.“
Tatsächlich sind solche farbintensiven Polarlichter am Lausitzer Nachthimmel extrem selten. Eigenen Recherchen zufolge gab es im Februar 2000 ähnliche Erscheinungen. Damals war der rötlich gefärbte Nachthimmel sogar noch in der Gegend südwestlich von Dresden (Tharandter Wald) deutlich erkennbar.

Auch diese rötlichen Nordlichter haben die Menschen in Hörlitz, Senftenberg und benachbarten Orten in den vergangenen Nächten präsentiert bekommen.
Dr. Alexander HaußmannAuslöser für diese Phänomene sind gewaltige Sonnenstürme. Die energiereichen geladenen Teilchen stehen in Wechselwirkung mit dem Magnetfeld der Erde. So entsteht das Leuchten, das Wissenschaftler auch als Aurora borealis bezeichnen. Je näher man sich am Nordpol befindet, desto intensiver präsentiert sich diese Erscheinung, daher der Name Nord- oder Polarlicht.
