Nach Unfall am Lausitzring
: 1000 Menschen helfen Familie von Sascha H. aus Senftenberg

Bei einem Verkehrsunfall am Lausitzring ist ein Familienvater (35) aus Senftenberg gestorben. Er hinterließ Frau und drei Kinder. Sie erhalten viel Unterstützung.
Von
Jan Augustin
Senftenberg
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Die Unfallstelle an der L55 ist mit zahlreichen Blumensträußen, Kerzen und weiteren Dingen des Gedenkens ausgestattet. Ein 35-jähriger Mann war dort am Freitag ums Leben gekommen.

Die Unfallstelle an der L55 ist mit zahlreichen Blumensträußen, Kerzen und weiteren Dingen des Gedenkens ausgestattet. Ein 35-jähriger Mann war dort am 21. Februar 2025 ums Leben gekommen.

Torsten Richter-Zippack
  • Ein 35-jähriger Familienvater aus Senftenberg starb bei einem Unfall am Lausitzring.
  • Eine Spendenaktion sammelte 27.000 Euro für seine Witwe und sein Baby.
  • Die Johanniter übernehmen den unentgeltlichen Krankentransport zur Beerdigung.
  • Polizei und Dekra ermitteln zur Unfallursache und suchen Zeugen.
  • Die Unfallstelle ist mit Blumen und Kerzen geschmückt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Verkehrsunfall am Lausitzring bei Schipkau hat das Leben einer jungen Familie aus Senftenberg jäh zerrissen. Bei einem Frontalcrash von zwei Fahrzeugen am 21. Februar 2025 starb ein 35-jähriger Mann. Er hinterlässt seine Frau, sein wenige Monate altes Kind, die bei dem Unfall auf der L55 mit im Auto saßen sowie noch zwei ältere Kinder.

In diesen schweren Zeiten der Trauer gibt es für die Familie aus dem Senftenberger Ortsteil Brieske nun aber auch gute Nachrichten. Die Witwe und auch das Baby des verstorbenen Sascha H. sind außer Lebensgefahr. Auf Nachfrage bestätigt das Maria Hänzka aus Senftenberg.

Die 31-jährige Senftenbergerin ist eine enge Freundin der Witwe. Drei Tage nach dem Unfall hat sie eine Spendenaktion auf dem Internetportal gofundme.com ins Leben gerufen. Unter dem Stichwort „Senftenberg“ ist der Aufruf mit dem Titel „Tragischer Verlust: junge Familie braucht unsere Hilfe“ zu finden.

Johanniter helfen der Familie des verstorbenen Vaters aus Brieske

Die Unterstützung dort ist riesig. Genau eine Woche nach dem tragischen Unfall haben bereits 1000 Menschen mal größere, mal kleinere Summen eingezahlt. 27.000 Euro sind so schon an Spenden zusammengekommen. „Wir sind überwältigt. Das ist unfassbar und wunderschön zugleich“, sagt Initiatorin Maria Hänzka. Auf dem Portal schreibt sie: „In dieser schweren Zeit wollen wir der jungen Mutter und ihren Kindern beistehen. Jede Spende hilft, die finanziellen Sorgen etwas zu lindern und ihnen Raum zum Trauern zu geben.“

Die Spendenaktion hatte ursprünglich noch einen weiteren Grund. Maria Hänzka erklärt: „Der verstorbene Vater hatte sich eine Erdbestattung gewünscht. Doch die Frist für eine solche Bestattung beträgt nur zehn Tage, und die Mutter ist noch nicht fähig für einen Transport in einem Privatauto. Wie sich jeder vorstellen kann, möchte sie unbedingt an der Beerdigung ihres Mannes teilnehmen, doch der notwendige Krankentransport muss privat finanziert werden.“ Aber auch hier hat Maria Hänzka eine erfreuliche Neuigkeit: Die Johanniter aus Senftenberg hätten sich gemeldet und angeboten, den Transport unentgeltlich zu bewerkstelligen.

Polizei und Dekra ermitteln zur Unfallursache

Unterdessen laufen die Ermittlungen zur Unfallursache weiter. Noch immer sei ungewiss, wie sich der Crash genau zugetragen habe, wie Polizeisprecher Maik Kettlitz auf Nachfrage bestätigt. Klar sei nur, dass ein Ford-Transporter in einer Linkskurve frontal mit einem VW zusammengestoßen sei. Kriminalpolizei und Sachverständige der Dekra versuchen jetzt, den Unfall so detailgetreu wie möglich zu rekonstruieren, so Kettlitz.

Zum konkreten Hergang sucht die Polizei noch immer Zeugen. Wer Angaben machen kann, soll sich zeitnah an die Polizeiinspektion in Senftenberg (Rudolf-Breitscheid-Straße 14) wenden. Die Telefonnummer lautet 03573/880. Genutzt werden kann auch das Hinweisportal der Polizei im Internet unter https://polizei.brandenburg.de/onlineservice/hinweis-geben.