Mosh gegen Krebs: Festival in Senftenberg kämpft ums Überleben

Mosh gegen Krebs in Sedlitz (Senftenberg): Das Benefiz-Festival hat arge Kosten-Probleme und ist auf Hilfe angewiesen.
Christian Brauer- Benefizfestival „Mosh gegen Krebs“ in Sedlitz kämpft wegen ausbleibender Fördermittel ums Überleben.
- Die Auflage 2025 wurde abgesagt, auch dieses Jahr gab es keine Förderzusagen.
- Crowdfunding auf GoFundMe läuft: Mindestziel 2500 Euro, mehr als 3200 Euro sind eingegangen.
- Tickets spenden komplett an krebskranke Kinder – Festivalkosten müssen Sponsoren und Rücklagen decken.
- Jubiläum „Mosh gegen Krebs 10“ findet dieses Wochenende im Lindengarten statt, 400 bis 500 Gäste erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Heavy-Metal-Benefizfestival „Mosh gegen Krebs“ im Senftenberger Ortsteil Sedlitz (Oberspreewald-Lausitz) kämpft nach finanziellen Rückschlägen um seine Existenz. Nachdem die Veranstalter die zehnte Auflage im Jahr 2025 wegen fehlender Fördermittel komplett absagen mussten, hatte der Verein nach eigenen Angaben auch in diesem Jahr kein Glück bei den Förderanträgen.
Um ein dauerhaftes Aus der Traditionsveranstaltung abzuwenden, hat das Senftenberger Team einen dringenden Spendenaufruf auf der Crowdfunding-Plattform GoFundMe gestartet.
Das finanzielle Mindestziel der Kampagne liegt bei 2500 Euro. Die Resonanz aus der Musikszene und der Region ist hoch: Mehr als 3200 Euro sind bereits zusammengekommen. Das Geld soll die Durchführung des Open-Air-Festivals sichern und das Fortbestehen des Vereins garantieren.
Jeder Ticket-Euro von Mosh gegen Krebs für den guten Zweck
Die finanzielle Lage des Festivals ist besonders angespannt, weil der Verein seit Jahren ein radikales Benefiz-Prinzip verfolgt. Alle Eintrittsgelder fließen ohne Abzüge direkt in die Spendenkasse für krebskranke Kinder. Kein einziger Euro aus dem Ticketverkauf werde für die Durchführung des Festivals verwendet. Die Kosten für Bühnen- und Veranstaltungstechnik, Infrastruktur, behördliche Genehmigungen, Sicherheit und Sanitäranlagen müssen komplett über andere Kanäle erwirtschaftet werden, teilt Christian Schroschk vom Verein mit.
Dieses Modell gerät nun an seine Grenzen. Christian Schroschk von Mosh gegen Krebs verweist auf deutlich gestiegene Kosten in fast allen organisatorischen Bereichen. Gleichzeitig gestalte sich die Suche nach Unterstützung schwierig. Da die Musikrichtungen Metal, Hardcore und Punk Teil einer Subkultur sind, fänden sich laut Vereinsangaben ohnehin schwerer ausreichend Sponsoren.
Rücklagen und Sponsoren sichern das Open Air in Sedlitz
Eine erneute Absage wie im Vorjahr habe für die Organisatoren dennoch nicht zur Debatte gestanden. Dass das Open Air in diesem Jahr stattfinden kann, verdanke der Verein treuen Unterstützern und der eigenen Sparsamkeit. Das Event wird durch Sponsoren sowie durch Rücklagen finanziert, die sich der Verein über die vergangenen Jahre hinweg aufbauen konnte.
Diese Reserven sind nun jedoch stark beansprucht, weshalb die aktuelle Crowdfunding-Kampagne über die langfristige Zukunft des Vereins entscheidet. Das Team betont, dass jeder Euro helfe, das Festival auf die Beine zu stellen. Mit dem Aufruf verbinden die Macher die Hoffnung, weiterhin Menschen zusammenzubringen und dort Hilfe zu leisten, wo sie gebraucht wird.
Das zweitägige Jubiläumsfestival „Mosh gegen Krebs 10“ findet an diesem Wochenende von Freitag, 29. Mai, bis Samstag, 30. Mai 2026, im Lindengarten (Schulstraße 3) in Sedlitz statt. Auf der Bühne stehen zahlreiche Bands der Metal-, Hardcore- und Punkszene, darunter Formationen wie Backfire!, Torch It und Punishable Act. Informationen zu den verbleibenden Ticketpreisen an der Abendkasse und dem detaillierten Zeitplan stellt der Verein auf seiner offiziellen Webseite bereit. Der Verein rechnet mit 400 bis 500 Gästen. Kann gern auch ein bisschen mehr sein, sagt Christian Schroschk. „Wir lassen uns überraschen, der Lindengarten ist groß genug und bietet ausreichend Schatten.“

