Tote Frau in Kroppen
: Polizei bestätigt – Ehemann ist für Tod seiner Frau verantwortlich

Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Kroppen ist nun traurige Gewissheit, dass der Ehemann dafür verantwortlich ist. Er selbst ist seinen Verletzungen inzwischen erlegen.
Von
Stephan Meyer,
Jan Augustin
Kroppen
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Polizisten stehen hinter einem Absperrband vor einer Garage. Nach dem Fund einer Leiche in einem Haus in Kroppen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ermittelt die Mordkommission in Cottbus zu einem Gewaltverbrechen.

Sebastian Kahnert/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau am Mittwoch (7. Juni) in Kroppen (Oberspreewald-Lausitz) haben die Ermittlungen der Mordkommission den Verdacht eines Tötungsdelikts bestätigt, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Südbrandenburg mitteilt. Demnach ist der 67-jährige Mann für die tödlichen Verletzungen der Frau verantwortlich.

Im Rahmen einer Obduktion konnte ihre Identität zweifelsfrei geklärt werden. Es handelt sich um die 48-jährige Ehefrau des Tatverdächtigen.

Familiendrama in Kroppen: Erweiterter Suizid gilt als wahrscheinlich

Dieser ist noch in der Nacht zum Donnerstag seinen schweren Brandverletzungen erlegen. Die Ermittlungen zum genauen Geschehensablauf und den Hintergründen dauern an.

Nach Informationen von LR.de wird ein erweiterter Suizid als sehr wahrscheinlich angenommen. Bei einem erweiterten Suizid tötet zunächst ein Mensch eine andere Person, bevor er sich selbst tötet.

Im Kroppener Fall soll der Ehemann zunächst seine Ehefrau unter Gewalteinwirkungen getötet haben. Anschließend muss er in der Garage versucht haben, sich selbst zu töten. Da zu diesem Zeitpunkt schon die von der 24-jährigen gemeinsamen Tochter gerufenen Einsatzkräfte vor Ort waren, konnte der 67-Jährige noch gerettet und in eine Spezialklinik nach Leipzig geflogen werden. Dort erlag er seinen schweren Brandverletzungen.

Suizid-Gefahr: Wie Sie Hilfe finden

Es gibt rund um die Uhr Hilfsangebote für Menschen, die sich in vermeintlich ausweglosen Situationen befinden. Hier finden Sie eine Übersicht der Rufnummern. Auch Online-Beratungsmöglichkeiten sind hier aufgeführt.

Wenn Sie sich selbst mit dem Gedanken der Selbsttötung tragen, können Sie zum Beispiel die Telefonnummer der Telefonseelsorge wählen. Der Anruf ist gebührenfrei.

Sie erreichen die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 0800/1110111 oder der Telefonnummer 0800/1110222.

Sie können sich auch per E-Mail an die Telefonseelsorge wenden. Dazu ist eine Registrierung auf der Website der Telefonseelsorge notwendig und Sie geben Ihre E-Mail-Adresse an. Die Telefonseelsorge weist darauf hin, dass Ihre Mailadresse in keinem Fall veröffentlicht wird und auch nicht von den Seelsorgern gesehen werden kann.

Zum E-Mail-Formular der Telefonseelsorge: online.telefonseelsorge.de/registrierung Mit einer solchen Registrierung per E-Mail ist auch eine Chatberatung bei der Telefonseelsorge möglich: online.telefonseelsorge.de

Eine Übersicht und Listen mit weiteren Beratungsangeboten führt die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention auf ihrer Website:

www.suizidprophylaxe.de

Für Kinder, Jugendliche oder deren Eltern gibt es besondere Hilfsangebote. Nummer gegen Kummer e.V. ist Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund und hat zwei telefonische Beratungsangebote eingerichtet: das Kinder- und Jugendtelefon und das Elterntelefon. Die Hilfsangebote sind kostenlos, anonym und vertraulich.

Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/1110333 montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr zu erreichen. Das Elterntelefon ist unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/1110550 von montags bis freitags, 9 bis 11 Uhr, sowie dienstags und donnerstags, 17 bis 19 Uhr, zu erreichen.