Wer derzeit den Hörlitzer Aussichtsturm besteigen will, hat schlechte Karten. Denn die 33,5 Meter hohe Konstruktion nördlich des Ortes ist geschlossen. Der bisherige Turmwächter, der die Landmarke täglich öffnete und schloss, ist gesundheitsbedingt ausgefallen, informiert der Schipkauer Bauamtsleiter Martin Konzag. „Die Gemeinde sucht derzeit einen neuen Mitarbeiter, der die Aufgaben am und im Umfeld des Aussichtsturms übernimmt“, teilt Konzag mit. Dabei handele es sich um eine geringfügige Tätigkeit.

Vom Prinzip her kann der Turm ganzjährig bestiegen werden. Nur während winterlicher Frostperioden bleibt er geschlossen. Grund dafür ist die Rutschgefahr.

Die Gemeinde Schipkau plant, den Hörlitzer Aussichtsturm im kommenden Frühjahr wieder zu öffnen. Von der Plattform in 27 Metern Höhe, die über 144 Stufen zu erreichen ist, präsentiert sich ein 360-Grad-Rundblick, der von den Bergen der Oberlausitz, über die drei Kraftwerke der Region bis in die Elbe-Elster-Niederung reicht. Ebenfalls zu sehen sind der Lausitzring sowie das „Blaue Wunder“, der als Landmarke aufgestellte Vorschnittbagger 1473.

Der Aussichtsturm befindet sich auf einer Höhe von 137 Metern über dem Meer und damit an einem der höchsten Punkte von Hörlitz. Die Stahlkonstruktion war am 7. April 2004 eingeweiht worden. Sie wird in der Tradition des einstigen Hörlitzer Wasserturms auf dem Paradiesberg gesehen. Dieser musste im Jahr 1965 dem Tagebau Meuro weichen.