Nach der brutalen Messerattacke in Lauchhammer-Mitte am 30. September vergangenen Jahres beginnt nun der Prozess am Cottbuser Landgericht. Das bestätigt Richterin und Gerichtssprecherin Susanne Becker.
Der zum Tatzeitpunkt 25-jährige Angeklagte soll damals mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von etwa 21 Zentimetern unvermittelt mindestens zehnmal auf einen 17-Jährigen eingestochen haben, um diesen zu töten. Dem Opfer soll es gelungen sein, sich von dem Angreifer zu lösen und zu fliehen.

Lauchhammeraner mit etlichen Stichwunden am ganzen Körper

Der Jugendliche schwebte damals in Lebensgefahr und musste in einem Krankenhaus notoperiert werden. Durch die Stiche soll er Verletzungen im Bauch- und Thoraxbereich sowie im Bereich beider Arme und Hände erlitten haben.
Noch in der Tatnacht hatten Polizisten den nun Angeklagten sowie einen zweiten, 18-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen können. Dieser wurde kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt, da sich eine unmittelbare Tatbeteiligung laut Polizei nicht erhärten ließ.

Wilde Spekulation nach der Messerstecherei in Lauchhammer

Die Umstände der Messerstecherei wurden damals in Lauchhammer heiß diskutiert. Anders als kurz nach der Tat spekuliert, handelt es sich bei dem Angeklagten um einen deutschen Staatsangehörigen. Die NPD Lauchhammer hatte damals jedoch über einen Facebook-Eintrag verbreitet, dass ein Junge von Ausländern niedergestochen worden sein soll. Offizielle Nachrichten von der Polizei zu der Tat oder der Identität der Beteiligten gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Lauchhammer

Erster Verhandlungstag vor der 1. Großen Strafkammer des Cottbuser Landgerichtes ist der 25. Juni.