Ladepark an A13
: Turbo-Strom für E-Autos am Lausitzring, so viele Säulen gibt es

Wer zwischen Berlin und Dresden mit dem E-Auto unterwegs ist, kann jetzt schneller laden: Direkt am Lausitzring bei Schipkau ist ein neuer Ladepark ans Netz gegangen - mit diesen Details.
Von
Jan Augustin
Senftenberg
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So einen ähnlichen Ladepark wie diesen in Empfingen (Baden-Württemberg) hat das Unternehmen EnBW jetzt einen Schnellladepark an der A13 bei Klettwitz eröffnet.

So einen ähnlichen Ladepark wie diesen in Empfingen in Baden-Württemberg hat das Unternehmen EnBW jetzt einen Schnellladepark an der Autobahn A13 bei Klettwitz eröffnet.

Endre Dulic / EnBW
  • Neuer Schnellladepark an der A13 in Schipkau: zwölf Punkte mit bis zu 400 kW Leistung.
  • EnBW zufolge sind bei passenden Autos in 15 Minuten bis zu 400 km Reichweite nachladbar.
  • Standort liegt in der Senftenberger Straße 29 – zwischen Lausitzring und BASF Schwarzheide.
  • Betrieb mit 100 Prozent Ökostrom; Dach mit Photovoltaik unterstützt den Grundbetrieb.
  • Regionale Ergänzung: EnBW- und Tesla-Standorte u. a. in Thiendorf, Schwarzheide, Freiwalde, Cottbus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Lange Ladepausen auf dem Weg in den Urlaub oder zum Geschäftstermin sollen an der A13 der Vergangenheit angehören. Der Energiekonzern EnBW hat in Schipkau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) einen neuen Schnellladepark in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen am Mittwoch (22. April 2026) mitteilt, liegt der Standort in der Senftenberger Straße 29 - strategisch günstig zwischen dem Lausitzring und dem BASF-Werk Schwarzheide.

Der neue Park bietet zwölf Schnellladepunkte. Die Technik hat es in sich: Die Säulen liefern eine Leistung von bis zu 400 Kilowatt (kW). Laut EnBW lasse sich dort bei entsprechenden Fahrzeugen in nur 15 Minuten eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern nachladen.

„Unsere Schnellladeparks sind durch ihre günstige Lage perfekt geeignet für kurze Ladestopps auf der Langstrecke“, erklärt Martin Römheld, Verantwortlicher für Elektromobilität bei der EnBW.

Ladepark in Schipkau an A13 mit Ökostrom und Photovoltaik

Besonderes Detail für die Umweltbilanz: Der Standort wird nicht nur mit 100 Prozent Ökostrom betrieben, sondern verfügt auch über ein Dach mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage, die den Grundbetrieb unterstützt. Wer während des Wartens Hunger bekommt, findet am angrenzenden Autohof Klettwitz oder in umliegenden Restaurants entsprechende Angebote.

Der neue Standort in Klettwitz schließt eine strategisch wichtige Lücke, ist jedoch nicht der einzige Anlaufpunkt für E-Mobilisten in der Region. Entlang der A13 und in den städtischen Zentren der Lausitz hat sich die Ladeinfrastruktur zuletzt deutlich verdichtet.

Diese Ladesäulen für E-Autos gibt es in der Lausitz

Wer aus Richtung Dresden kommt, findet bereits an der Abfahrt Thiendorf einen groß dimensionierten EnBW-Ladepark mit 16 Hochleistungs-Punkten. Weiter nördlich, direkt am Marken-Outlet in Schwarzheide, betreibt Tesla zudem zwölf seiner „Supercharger“, die mittlerweile markenübergreifend für alle E-Autos zugänglich sind. Auch an der Abfahrt Freiwalde (Bersteland) sorgt ein Tesla-Standort für eine stabile Versorgung auf der Fernstrecke.

In der Lausitz-Metropole Cottbus konzentriert sich das Angebot vor allem auf zwei Knotenpunkte: Am TKC-Einkaufszentrum stehen acht Supercharger-Punkte bereit, während am Seegraben (B169) nahe Burger King moderne HPC-Säulen der EnBW schnelles Zwischenladen im Stadtgebiet ermöglichen.

Gemeindevertreter aus Schipkau haben Ladepark unterstützt

Die Gemeinde Schipkau hat den Ausbau des Ladeparks aktiv unterstützt und sieht den Autohof Klettwitz als modernen Mobilitätsknotenpunkt. Laut Gemeindeverwaltung wurde die Millioneninvestition erst durch eine neue elektrische Ringversorgung auf dem Gelände möglich, die nun auch die Basis für weitere Angebote bildet. So sollen am Autohof perspektivisch nicht nur Pkw, sondern auch Lkw Strom laden können.

Auch auf Kreisebene spielt die Elektromobilität eine zentrale Rolle, allerdings mit einem anderen Fokus: Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) konzentriert sich derzeit massiv auf die Kommunalisierung des Busverkehrs. Bis 2027 soll beispielsweise der Betriebshof in Lübbenau vollständig für die Ladeinfrastruktur von Elektrobus-Flotten umgerüstet werden. Während die EnBW also das Netz für Autofahrer an der A13 verdichtet, baut der Landkreis parallel an der elektrischen Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs.