Als geborene Obersorbin begleiten die 35-jährige Hanka Rjelka die Sprache, Traditionen und Brauchtümer von Kindesbeinen an. Auch heute lebt und pflegt sie die sorbische Kultur.

Sorbische Traditionen bleiben lebendig

So wirkt sie immer wieder bei sorbischen/wendischen Veranstaltungen in Brandenburg und Sachsen mit und ist dadurch bestens vernetzt. Für den MDR hat sie Sprech- und Gesangsrollen für Lieder und Hörspiele für den Sorbischen Rundfunk übernommen. Seit zwei Jahren ist sie zudem ehrenamtliches Mitglied des Kulturausschusses im Dachverband der Sorben und Wenden, der Domowina.

Aber auch privat gibt Hanka Rjelka die sorbische Sprache und Tradition weiter: Gemeinsam mit dem ebenfalls sorbisch sprechenden Partner erzieht sie auch die dreijährige Tochter zweisprachig. Hanka Rjelka lebt und arbeitet seit nunmehr zehn Jahren als Schauspielerin am Theater in Senftenberg.

Vernetzung soll gefördert werden

Für ihre neue Aufgabe hat sie bereits konkrete Ziele vor Augen: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, die Menschen zu unterstützen, welche die sorbische Kultur in unserem Landkreis bereits mit großem Engagement pflegen. Dabei ist es mir wichtig, die einzelnen Akteure untereinander stärker zu vernetzen. Insbesondere in den Bereichen Kultur und Tourismus sehe ich hierbei Potenzial“, erklärt Rjelka.

Hanka Rjelka ist die erste hauptamtliche Sorben/Wenden-Beauftragte des Landkreises OSL. Zuvor hatte Waltraud Ramoth aus Vetschau/Spreewald die Aufgabe seit 2009 und damit seit zehn Jahren ehrenamtlich übernommen.

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gehören die Städte Lübbenau/ Spreewald, Vetschau/Spreewald, Calau, Senftenberg sowie die Gemeindeteile Neupetershain und Neu-Seeland des Amtes Altdöbern zum angestammten und festgestellten Siedlungsgebiet der Sorben/ Wenden.