Klima in Oberspreewald-Lausitz
: Was die Mammut-Aufgabe des neuen Klimaschutzmanagers ist

Was viele Städte und Landkreise schon haben, gibt es nun auch in Oberspreewald-Lausitz: einen Klimaschutzmanager. Wie der Job von Denis Junge aussieht – und welches Stück harte Arbeit er bewältigen muss.
Von
Jan Augustin
Senftenberg
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Denis Junge ist der neue Klimaschutzmanager des Landkreises Oberspreewald-Lausitz.

Nora Bielitz/Landkreis OSL

Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein – einer, der dabei helfen soll, ist Denis Junge. Er ist der neue Klimaschutzmanager des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Als kommunaler Klimamanager unterstützt er künftig den Landkreis dabei, die internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz auf lokaler Ebene umzusetzen. Oberstes Ziel: Die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen.

Der Beruf des kommunalen Klimamanagers ist 2016 von der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums ins Leben gerufen worden. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 500 Menschen in diesem Job. Nun also auch in OSL.

Klimaschutzkonzept für OSL soll 2025 fertig sein

Mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis hat Denis Junge gleich eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Wie Pressesprecherin Nora Bielitz mitteilt, wird er dabei nicht nur verwaltungsintern zur Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachbereichen im regen Austausch stehen, sondern auch verwaltungsübergreifend mit den Kommunen, weiteren regionalen Akteuren aus Industrie und Handwerk, Netzwerken und der Öffentlichkeit.

Sein Konzept und den Zeitplan hat Denis Junge bereits vorgestellt. Anfang 2025 soll das Klimaschutzkonzept stehen und als strategisches Leitbild die nachhaltige Entwicklung des Landkreises fördern. Inhaltlich werde sich das Konzept an die klimapolitischen Ziele des Landes Brandenburg orientieren und daraus spezifische Ziele für den Landkreis ableiten. Beschlossen wird es durch den Kreistag.

Wo kann Treibhausgas in OSL reduziert werden?

Denis Junge: „Mit dem Klimaschutzkonzept auf kreislicher Ebene stellen wir uns unserer Verantwortung als Kreisverwaltung in Bezug auf den Klimaschutz. Eine zentrale Rolle wird die Identifikation von technischen und wirtschaftlichen Potenzialen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und Energieverbräuchen im Landkreis spielen. Dabei baue ich auch auf die Zusammenarbeit mit den Kommunen. Diese werden langfristig auch zur Umsetzung der Minderungsmaßnamen in den jeweiligen Verwaltungen bzw. auf deren Gebiet beitragen.“

Anhand des Konzeptes soll die lokale Klimaschutzplanung optimiert und präzisiert werden, indem es die politischen und gesellschaftlichen Grundlagen für den lokalen Klimaschutz in Form eines zehnjährigen Klimaschutzfahrplans legt, erläutert Kreissprecherin Nora Bielitz. Die Stelle des Klimaschutzmanagers und damit verbunden die Erstellung des Klimaschutzkonzept es ist über die Kommunalrichtlinie „Zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.