Magnesium und Zink sind die Hauptbestandteile einer weißen Substanz, die Ende 2019 neben der Schwarzheider Kindertagesstätte „Villa am Wald“ gefunden worden war. Allerdings sind die entsprechenden Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, sagt Bürgermeister Christoph Schmidt (parteilos). Die Stadt hat ein Büro beauftragt, das weiße Pulver noch einmal detailliert unter die Lupe zu nehmen. Die Menge passte in etwa auf ein Viertel einer Kinderschippe.

Kinder der Schwarzheider-Kita zu keiner Zeit in Gefahr

„Dabei wird auch die Umgebung der eigentlichen Fundstelle untersucht“, kündigt Christoph Schmidt an. Bis zum Abschluss der Arbeiten bleibt das Gelände abgesperrt. Es befindet sich in einem Wäldchen, rund 150 Meter vom Kita-Gebäude entfernt, in unmittelbarer Nähe der B 169. Die dortigen Kinder, so betont der Bürgermeister, seien zu keiner Zeit gefährdet gewesen.

Schwarzheide

Gefunden wurde die Substanz im Zuge von Sondierungsarbeiten des Brandenburger Kampfmittelbeseitigungsdienstes in einem Bombenkrater aus dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der Aufstellung neuer Spielgeräte. Im gleichen Zug wurden bereits mehrere Container Schrott entsorgt. Es gibt den Verdacht, dass das Pulver aus alten Nebelkerzen stammen könnte. Diese kamen in Schwarzheide in der Endphase des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz, um das nahe gelegene Brabag-Werk (heute BASF Schwarzheide GmbH) für alliierte Bomber unsichtbar zu machen. Dennoch wurde der erst knapp zehn Jahre vorher aufgebaute Betrieb, in dem damals kriegswichtiges Benzin hergestellt worden war, zu großen Teilen zerstört.