Kalender in Senftenberg: Seeblick-Gulasch für 5,40 Mark - das sagt der Kippensand

Hans-Peter Rößiger, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege – 1909 Senftenberg, präsentiert hier die neue Ausgabe des Heimatkalenders Kippensand.
Torsten Richter-Zippack- Neuer Heimatkalender „Kippensand“ für das Jahr 2027 erscheint mit 160 Seiten.
- Inhaltlich dabei: 44 Beiträge von 24 Autorinnen und Autoren aus der Region Senftenberg.
- Entdeckung am Bahnhof: kyrillische Inschrift im Wasserturm, datiert auf den 25. April 1945.
- Rückblick auf Kult-Gaststätte „Seeblick“: Gulasch mit Leipziger Allerlei kostete im März 1989 5,40 Mark.
- Weitere Themen sind der Senftenberger See, die blaue Blume vom Koschenberg und der Stadthafenweg.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Wer auf dem Senftenberger Bahnhof wartet, hat nicht selten Langeweile. Denn die Züge kommen längst nicht alle pünktlich. Manche fallen gar aus, und bis der nächste kommt, dauert es. Zeit also, um die Blicke in die nächste Umgebung schweifen zu lassen. Das hat auch der Senftenberger Heimathistoriker Georg Messenbrink getan. Und er hat dabei eine spannende Entdeckung gemacht.
Nämlich eine Inschrift im Wasserturm direkt neben den Gleisanlagen. Eigentlich nichts Besonderes, bestünde der Schriftzug nicht aus uralten kyrillischen Buchstaben. Zudem ist er auf den 25. April 1945 datiert. Was es damit auf sich hat, verrät Autor Messenbrink im neuen Senftenberger Heimatkalender Kippensand für das Jahr 2027.
Es handelt sich übrigens bereits um den zehnten Jahrgang unter der Regie des Vereins für Heimatpflege 1909 Senftenberg. Kein Wunder, dass der Neugründung des Gremiums nach der politischen Wende (1992) ein eigener Beitrag in der 2027er-Ausgabe eingeräumt wird. Als Autor fungiert Vereinsvorsitzender Hans-Peter Rößiger.
Des Weiteren befasst sich der neue Kippensand unter anderem mit Erinnerungen an die einstige Kult-Gaststätte am Senftenberger See, dem „Seeblick“, aufgeschrieben vom einstigen Koch Frank Weidner. Besonders spektakulär erscheinen aus heutiger Sicht die Speisekarten. Im März 1989 war eine Portion Gulasch mit Leipziger Allerlei für 5,40 Mark zu haben. Außerdem erinnert sich Peter Pohle an den Senftenberger See. Roland Müller hat die Sage von der blauen Blume vom Koschenberg aufgeschrieben, und Dr. Roland Socher erklärt, wie der Weg vom einstigen Betriebshof des Wasserverbandes Lausitz (WAL) zur Kulisse des Senftenberger Stadthafens verlief.
Insgesamt 44 Artikel und Beiträge von 24 Autoren sind in der inzwischen 15. Ausgabe des Heimatkalenders festgehalten. Der Kippensand 2027 mit seinen 160 Seiten ist sowohl beim Senftenberger Heimatverein als auch im regionalen Buchhandel erhältlich. Ein Exemplar kostet zwölf Euro.

