Gegen 15 Uhr hätten Zeugen am Samstag, 5. Juni, die Polizei über einen auf der Autobahn 13 in Richtung Berlin fahrenden Lastwagen informiert, auf dessen Ladefläche sich Personen befinden sollen, teilt die Bundespolizei am Montag mit. Diese würden ihre Hände unter der Plane durchstrecken, um mit Winken auf sich aufmerksam zu machen.
Nachdem der Fahrer auf dem Rastplatz „Ruhlander Heide“ den bulgarischen Lkw anhielt und die Ladefläche seines Planen-Transporters öffnete, sprangen sieben Personen vom Auflieger und liefen in ein angrenzendes Waldstück.

Polizei stoppt Flucht in Ruhland

Alarmierte Einsatzkräfte der Polizei und der Bundespolizei fahndeten daraufhin nach den Personen. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Nach einem weiteren Zeugenhinweis konnten die Beamten die Flucht der sieben Personen gegen 16.30 Uhr in Ruhland stoppen, heißt es weiter in der Mitteilung der Bundespolizei. Die zwei 19-Jährigen sowie fünf Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren hatten keine Personaldokumente bei sich und gaben an, afghanische Staatsangehörige zu sein.
Die Bundespolizei übernahm die unerlaubt eingereisten Personen vor Ort und brachte sie gemeinsam mit dem Lkw-Fahrer zur Dienststelle nach Forst.
In Abstimmung mit dem Jugendamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz übergaben die Beamten die drei 16- und zwei 17-Jährigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Sonntag einer Jugendeinrichtung.
Die beiden 19-jährigen Männer äußerten Asylgesuche und wurden am Sonntag an die Zentrale Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt übergeben.

Strafverfahren gegen sieben Personen

Gegen alle sieben Personen leitete die Bundespolizei Strafverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise ein.
Gegen den LKW-Fahrer leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der 56-jährige bulgarische Staatsangehörige seine Fahrt nach Dänemark samt der geladenen Möbel fortsetzen.