(dr) Wie oft muss eine Veranstaltung stattfinden, um zur Tradition zu werden? Die Schüler des Senftenberger Friedrich-Engels-Gymnasiums hoffen, diesen Schritt mit ihrem zweiten „Talentcheck“ gemacht zu haben.

Im vergangenen Jahr hatten die Gymnasiasten zum ersten Mal die Chance, ihr Können nicht nur in Musik, sondern auch den Kategorien Rhetorik für Texte und Unterhaltung zu präsentieren. Der Bogen spannt sich dabei von Theater bis Tanz. Damit dieser Abend vor fast genau einem Jahr kein Strohfeuer bleibt, waren die Schüler in diesem Jahr erneut aufgerufen, Vorschläge für das Programm einzureichen. Das lief zunächst schleppend: Bis zum eigentlichen Einreichungsschluss lag gerade ein einziges Angebot vor. Doch so einfach wollten die Schüler ihren Abend nicht ausfallen lassen.

So war das jetzige Programm nach einem zweiten Aufruf mit 25 Darbietungen voll gepackt. In denen kamen weder Musik noch weitere Kunstformen zu kurz. Eric Naundorf ließ es sich nicht nehmen, erneut charmant durch den Abend zu führen, obwohl er nach seinem Abitur im vergangenen Jahr eigentlich schon gar nicht mehr zu den Schülern des Gymnasiums gehört. Doch Gäste waren ohnehin Teil des Abends: Oskar Lindemann, der Sänger der Band „Schwitzende Fische“, saß in der Jury.

Dieses Gremium vergab am Abend die Preise für die Sieger der einzelnen Kategorien, während das Publikum, das die Aula des Gymnasiums füllte, unter allen Teilnehmern seine Favoriten wählen durfte. Die Wahl fiel dabei auf Anna Arakelyan, eine Austauschschülerin aus Kanada, die mit den Songs „Believer“ und „Havana“ in der Kategorie Gesang antrat.

So wie sie das Publikum begeisterte, zeigte sich auch Schulleiter Eckhard Bethge höchst angetan „sowohl vom künstlerischen Niveau der Auftritte, als auch von der Mühe und dem Aufwand, der in die Organisation und Gestaltung des Abends gesteckt wurde“, kommentierte er.