Frau aus Senftenberg vermisst
: Darum ist die Suche nach 71-Jähriger so schwierig

UPDATE 27. November, 15 Uhr Angehörige und Polizisten in Senftenberg suchen weiter nach einer vermissten 71-Jährigen. Was die Suche erschwert – auch unnötig.
Von
Stephan Meyer,
Jan Augustin
Senftenberg
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Vermisstenmeldung: ARCHIV - 26.08.2010, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: ARCHIV - ILLUSTRATION - Hinter einer Lupe ist der Schriftzug «Vermisste Person» auf einem Fahndungsaufruf zu sehen, aufgenommen am 27.08.2010.  Foto\ Jens Büttner/dpa  +++(c) dpa - Bildfunk+++ (zu dpa: «15-jährige Jugendliche vermisst - Polizei bittet um Unterstützung») Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei in Senftenberg bittet die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach einer vermissten Frau. (Symbolbild)

Jens Büttner/dpa
  • Die Polizei in Senftenberg sucht die 71-jährige Maria Elisabeth F., die seit Montag mit ihrem Fahrrad verschwunden ist.
  • Maria Elisabeth F. ist 1,60 m groß, hat kurzes weißes Haar und trug eine dunkelblaue Winterjacke.
  • Sie fuhr ein älteres, dunkelblaues Damenrad der Marke Enik mit einem schwarzen Fahrradkorb.
  • Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Oberspreewald-Lausitz unter 03573/880 oder den Notruf 110 melden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit Montagabend, 25. November, sucht die Polizei in Senftenberg nach einer vermissten 71-jährigen Frau. Sie verließ am Montag gegen 16 Uhr ihre Wohnanschrift auf einem Fahrrad und ist seitdem verschwunden.

Wie die Polizei mitteilt, ist die Vermisste etwa 1,60 Meter groß, von normaler Statur und hat kurzes weißes Haar. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie eine dunkelblaue Winterjacke, eine dünne schwarze Stoffhose, eine rote Brille und eine hellblaue Strickmütze.

Sie war mit einem älteren dunkelblauen Damenrad der Marke Enik unterwegs, das mit einem schwarzen Fahrradkorb ausgestattet ist.

Trotz intensiver Suchmaßnahmen konnten weder die Polizei noch die Angehörigen die Vermisste bisher finden. Das bestätigt Polizeisprecher Sascha Erler am frühen Mittwochnachmittag (27. November) auf Nachfrage. Auch das nochmalige Absuchen mit einem Polizeihubschrauber blieb erfolglos. Weil der Suchkreis sehr groß sei, gestalte sich der Einsatz als schwierig.

Hubschrauber sucht vermisste Frau an B169 in Senftenberg

Die Polizei gehe aber weiter jedem Hinweis nach und fahre sofort zu den Orten, an dem die Vermisste vermutet wird, etwa in der Nähe des Senftenberger Weinberges, entlang der Bundesstraße 169 und im Umkreis des Hubschrauberlandeplatzes. Erschwert werde die Suche durch das angrenzende, unübersichtliche und großflächige ehemalige Tagebau-Gelände.

Auch wenn mittlerweile zwei Tage seit dem Verschwinden vergangenen sind, habe die Polizei die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Es wird nach wie vor gesucht“, betont Polizeisprecher Sascha Erler.

Erst Mitte Oktober war in Großräschen ein Vermisstenfall glücklich ausgegangen. Damals war ein 80-jähriger, ebenfalls an Demenz erkrankter, Mann verschwunden. Auch er war mit einem Fahrrad unterwegs. Etwa 25 Stunden nach seinem Verschwinden wurde er relativ unversehrt unweit der Kiesgrube bei Freienhufen gefunden.

Wer hat die Vermisste aus Senftenberg gesehen?

Die Polizei bittet die Öffentlichkeit daher weiter um Unterstützung. Wer die Vermisste seit Montagnachmittag gesehen hat oder Hinweise zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Oberspreewald-Lausitz in Senftenberg unter der Telefonnummer 03573/880 oder dem Polizeinotruf 110 zu melden. Hinweise können auch online über die Website der Polizei Brandenburg abgegeben werden.

In einem Post auf X (ehemals Twitter) weist sie außerdem darauf hin, Hinweise nicht über soziale Medien zu teilen. „Die Hinweise sollten uns direkt erreichen“, sagt Polizeisprecher Sascha Erler. Die Polizei habe nicht die Kapazitäten, jede Facebook-Gruppe permanent kontrollieren zu können. Zudem koste die Internetrecherche wichtige Minuten und erschwere so unnötig die Suche. „Jeder Zeitverzug ist lebensbedrohlich“, betont Erler.