Feuerwehr in OSL: 500 Kinder erleben besonderen Großeinsatz in Altdöbern

Brandschutztag in Altdöbern: Ein echtes Feuer durften Mädchen und Jungen an einer Brand-Simulationsanlage löschen. Professionelle Unterstützung leistete dabei René Fuchs von der Freiwilligen Feuerwehr Altdöbern.
Uwe Hegewald- In Altdöbern lernten rund 500 Vorschulkinder beim Kinderbrandschutztag den Ernstfall kennen.
- Der KFV-OSL organisierte die zehnte Ausgabe – mit Stationen zu Feuerwehr, Gefahren und Verhalten.
- Kinder löschten an einer Simulationsanlage, steuerten ein Kinder-Feuerwehrauto und bewältigten Parcours.
- Landrat Alexander Erbert zeigte Unterstützung, auch Helfer und Sponsoren trugen die Aktion.
- Auftrag für zu Hause: über Erlebtes berichten und nach Rauchmeldern in den Wohnräumen fragen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Sportplatz in Altdöbern ist wieder zum Klassenzimmer für rund 500 Vorschulkinder aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz geworden. Zum zehnten Mal veranstaltete der Kreisfeuerwehrverband OSL (KFV-OSL) dort seinen Kinderbrandschutztag. Unter Federführung des Fachausschusses Brandschutzerziehung ging es am Montag (31. August) um Feuerwehr, Gefahren und das richtige Verhalten im Ernstfall.
Für Landrat Alexander Erbert (CDU) war die Veranstaltung eine Premiere. Er habe zwar von dem Projekt gewusst, sei aber von dessen Ausrichtung und professioneller Durchführung überrascht gewesen. „Ich wusste von dem Projekt. Umso überraschter bin ich von der Ausrichtung und professionellen Durchführung“, sagte Erbert gegenüber der Heimatzeitung. Den Kindern versprach er: „Das wird ein richtig cooler Tag und er ist nur für euch.“
Mehrere Tage hätten die Helfer den Aktionstag vorbereitet, damit die Kita-Kinder möglichst viel über die Arbeit der Feuerwehr lernen könnten, sagte Erbert. Dass der Landkreis das Vorzeigeprojekt finanziell und personell unterstütze, sei für ihn selbstverständlich. Schließlich könnten die Mädchen und Jungen neben dem Spaß auch wichtige Dinge für einen möglichen Ernstfall lernen – etwa, wie sie sich bei einem Wohnungsbrand richtig verhalten.
Eine Aufgabe für den Abend gab Frank Bareinz aus Calau den Kindern mit nach Hause. Der „Erfinder“ des Kinderbrandschutztages forderte sie auf: „Erzählt euren Eltern beim Abendessen, was ihr hier und heute erlebt habt und fragt sie, ob es in euren Wohnräumen auch Rauchmelder gibt. Die warnen euch und eure Familien rechtzeitig vor Gefahren“, erklärte Bareinz.
Auch Olaf Schulz, der als Initiator des Fachausschusses Brandschutzerziehung gilt, stellte die Bedeutung von Rauchmeldern heraus. „Inzwischen gibt es Produkte, die mit kindgerechter Optik in jedes Kinderzimmer passen“, sagte der Großräschener. Ein passendes Modell hatte er an seinem Stand dabei.
Schulz dankte zugleich den zahlreichen Unterstützern und Mitwirkenden. Nach zehn Veranstaltungen wüssten die Helfer an den Stationen und bei der Verpflegung inzwischen genau, worauf es ankomme.
Brandschutztag der Feuerwehr zum Mitmachen
Besonders praktisch wurde es an Station 6. Dort durften die Kinder ein (Kinder-)Feuerwehrauto steuern, durch ein Haus mit einem fiktiven Brand laufen und anschließend einen fingierten Brand löschen. Für den Hindernis-Parcours hatte Andreas Windt, Vorsitzender der Traditionsfeuerwehr Brieske, neun Feuerwehrleute zusammengebracht.

Nicht nur die Kinder hatten Spaß, auch die Helfer und Eltern fanden den OSL-Kinderbrandschutztag 2026 in Altdöbern sehr gelungen.
Uwe HegewaldAuch kurzfristige Unterstützung gab es. Unternehmer David Hänschen aus Missen stellte ein geräumiges Zelt zur Verfügung. Damit waren Kinder und Betreuer vor dem angekündigten Regen geschützt. Größtenteils blieb die Veranstaltung jedoch trocken.
Nass wurde es höchstens an einer Station, an der die Kinder mit Ministrahlrohren kleine Bälle in Löcher befördern mussten. Hinter den spielerischen Aufgaben steckt auch ein Hintergedanke: Die Organisatoren hoffen, dass vielleicht eines der Kinder später den Weg in die Nachwuchsfeuerwehr findet.
