Sabrina und Steve aus Dresden urlauben das erste Mal mit ihren Töchtern Mialena (6) und Luisa (4) im Familienpark „Senftenberger See“ in Großkoschen – und sind „total begeistert“. Mit der Anmeldung fürs Ferienhaus habe es jetzt, zwei Wochen vor den Ferien, noch kurzfristig geklappt. „Wir haben erst Sonnabend für den darauffolgenden Montag gebucht“, erzählen sie.
Das Freizeitangebot überzeugt. „Die Kinderecke ist toll“, schwärmt Mutter Sabrina. Die Mädchen lachen vor Glück. Denn ihre Eltern haben soeben die „Hilda“, ein Tretmobil für vier Personen (Stunde 13 Euro) ausgeliehen. Einziger Kritikpunkt von Vater Steve: „Es gibt keine EC-Automaten, und man kann fast überall nur mit Bargeld bezahlen“, bemängelt er.

Eltern können entspannen: Die Jüngsten spielen mit den Nachbarskindern

Und während Sabrina und Steve mit Luisa und Mialena unter Kiefern durch den Park strampeln, sitzen Käthe und Robert Berger aus Chemnitz noch gemütlich beim Frühstück. Das Paar besucht den Familienpark jetzt das zweite Jahr in Folge. „Wir haben uns mit den Campingnachbarn aus dem Vorjahr verabredet“, erzählen sie.
Käthe und Robert Berger aus Chemnitz campen nun schon das zweite Jahr in Folge im Familienpark in Großkoschen. Während sie mit Theo (6 Monate) frühstücken, spielt Tochter Mila (4) mit den Nachbarskindern. "Spielgefährten findet man hier schnell", sagen sie.
Käthe und Robert Berger aus Chemnitz campen nun schon das zweite Jahr in Folge im Familienpark in Großkoschen. Während sie mit Theo (6 Monate) frühstücken, spielt Tochter Mila (4) mit den Nachbarskindern. "Spielgefährten findet man hier schnell", sagen sie.
© Foto: Rita Seyfert
Neben Tochter Mila (4) ist inzwischen auch Sohn Theo (6 Monate) mit an Bord. „Mit kleinen Kindern muss man nicht so weit fahren“, sagt Mutter Käthe. Das Angebot sei super. Von Badeseerutsche bis Indoor-Club, für jedes Wetter sei was dabei. „Spielgefährten für die Kleinen finden sich schnell.“ Angst vor Autos brauche man nicht zu haben.

Wenn der Familienpark zur Familientradition wird

Toll finden die Eltern Käthe und Robert auch den Radweg rund um den See. „Alles eben ohne Berge“, sagen sie. Mit dem Baby im Anhänger haben sie es bereits bis zur Aussichtsplattform geschafft. Abends, wenn die Kinder im Bett sind, fährt Vater Robert mit dem Rennrad meist nochmal die ganze Runde.
Taylor (5)  urlaubt mit Mutter (li.), Tante und Onkel Maik Herrmann - alle aus Pirna - auf dem Familienpark in Großkoschen. Letzterer kennt den Campingplatz noch aus seiner eigenen Kindheit.
Taylor (5) urlaubt mit Mutter (li.), Tante und Onkel Maik Herrmann - alle aus Pirna - auf dem Familienpark in Großkoschen. Letzterer kennt den Campingplatz noch aus seiner eigenen Kindheit.
© Foto: Rita Seyfert
Maik Herrmann aus Pirna, der ein paar Meter weiter seine Zelte aufgeschlagen hat, ist schon ein alter Hase. „Ich kenne den Campingplatz aus Kinderzeiten“, erzählt er. Den Familienpark gibt es bereits seit 1973. Heute ist Maik Herrmann mit seiner Frau, deren Schwester und Neffe Taylor (7) hier. Den Stellplatz an der beliebten „Wasserkante“ unmittelbar hinterm Badestrand vom Senftenberger See hatten sie bereits 2021 reserviert.

Pack die Badehose ein: Von Wasserseerutsche bis Massage

Und während sie die Badehosen einpacken, wartet Rentnerin Marion Rödel an der Hütte von Heilpraktiker Konstantin Mositschkin auf ihren Massagetermin (15 Minuten für 15 Euro). „Den Stress habe ich am Bungalow gelassen“, erzählt sie. Mit vier Enkeln (2, 6, 6, 6) ist sie aus der Nähe von Leipzig angereist.
Marion Rödel, Großmutter von vier Enkeln (2,6,6,6), ist aus der Nähe von Leipzig angereist. In der Naturheilpraxis von Konstantin Mositschkin gönnt sie sich eine Massage.
Marion Rödel, Großmutter von vier Enkeln (2,6,6,6), ist aus der Nähe von Leipzig angereist. In der Naturheilpraxis von Konstantin Mositschkin gönnt sie sich eine Massage.
© Foto: Rita Seyfert
„Wir können hier viel unternehmen, ohne dass wir groß raus müssen“, erzählt sie. Entweder gehen sie zum Basteln oder Trampolin-Hüpfen, oder sie spazieren durch den Wald zum See. „Morgens holen die Kinder alleine die Brötchen“, erzählt sie. Das sei ja in diesem Alter auch schon eine Herausforderung.

Die Kleinen toben im Bälle-Bad vom Indoor-Spielbereich

So viel ist sicher, der „Familienpark Senftenberger See“ in Großkoschen hält für Familien einiges bereit. Dana Hüttner, Sprecherin vom Zweckverband Lausitzer Seenland (zuständig seit 1994), kennt das Freizeitangebot im Detail. „Für unsere Gäste ist mit dem Freizeitbändchen alles inklusive“, erklärt sie.
Sie hat den Überblick: Dana Hüttner, Sprecherin beim Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg - hier an der Übersichtskarte vom Familienpark Senftenberger See in Großkoschen - kennt den Weg zum Badestrand.
Sie hat den Überblick: Dana Hüttner, Sprecherin beim Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg - hier an der Übersichtskarte vom Familienpark Senftenberger See in Großkoschen - kennt den Weg zum Badestrand.
© Foto: Rita Seyfert
Im Spielgarten gibt es Minigolf, Kegeln, Trampolin und Tischtennis. Auf dem Aktivspielfeld stehen Fuß- und Basketballtore. Auch die Mountainbike-Waldfahrstrecke mit Hügeln zum Crossfahren komme gut an. Falls es regnet, können die Jüngsten seit zwei Jahren im Indoor-Spielbereich im Bälle-Bad toben.

Kindgerechte Orientierung: Eichhörnchen und Polizeiautos weisen die Wege

Hauseigene Animateure betreuen die Kinder von April bis Oktober, unter anderem mit saisonalen Basteleien oder Laternen-Wanderungen. An den Buden vom Freizeitmarkt können die Gäste den Glasbläsern über die Schulter schauen oder sich Glitzer-Tattoos kleben lassen. Und schräg gegenüber werden neben Strandkörben auch Fahrräder, Gokarts oder Tretmobile für vier bis acht Personen verliehen.
Zur besseren Orientierung für die Jüngsten sind die Wege im Familienpark in Großkoschen mit Piktogrammen markiert - wie beispielsweise diesem Goldfisch.
Zur besseren Orientierung für die Jüngsten sind die Wege im Familienpark in Großkoschen mit Piktogrammen markiert - wie beispielsweise diesem Goldfisch.
© Foto: Rita Seyfert
Der Mini-Einkaufsmarkt verkauft u.a. Brötchen und Soft-Eis. Zudem liegen fünf Spielplätze und vier Imbisse (Italiener, Asiate, Grieche, Deutsche Küche) übers Areal verteilt. Für die Orientierung ist gesorgt. „Wir haben darauf geachtet, dass die Beschilderung kindgerecht ist“, so Dana Hüttner. Heißt, die barrierefreien Wege sind mit Piktogrammen wie Eichhörnchen, Feuerwehrmännern oder Polizeiautos markiert.

Anwohner sind erlaubt: Der Familienpark ist offen für externe Besucher

Auch die Anwohner aus der Umgebung dürfen die Anlagen nutzen. Noch ist etwas Luft. „Wir sind momentan nur zu 60 Prozent ausgelastet“, so Dana Hüttner. Sowohl bei den Ferienhütten als auch Campingstellplätzen gebe es noch Kapazitäten. „Aktuell haben wir vor allem Familien mit Kleinkinder hier, die noch nicht schulpflichtig sind.“
Mit der Ferienzeit (ab 7. Juli in Brandenburg und ab 18. Juli in Sachsen) dürfte sich das aber bald ändern. „In der Hochsaison einschließlich Pfingsten und Himmelfahrt sind wir schon jetzt ein Jahr im voraus ausgebucht“, sagt sie. Dann dürfte es für externe Besucher auch eher schwierig sein, ans Trampolin heranzukommen. Vorrang haben allerdings immer die Campingplatzgäste, erkennbar am Bändchen ums Handgelenk.
Wie können Familien in Brandenburg Gehör finden? Dazu starten wir auf LR-Online eine große Umfrage zur Familienfreundlichkeit.
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Zahlen und Kosten: Familienpark Senftenberger See in Großkoschen

Als einer von derzeit drei Fünf-Sterne-Campingplätzen in ganz Brandenburg rangiert der Familienpark Senftenberger See in Großkoschen im oberen Preissegment. Der Stellplatz für Camper oder Zelt kostet in der Hauptsaison 25 Euro. Pro Person und Tag kommen elf Euro dazu. Kinder bis 15 Jahre sind kostenfrei. Für den Tagesparkplatz werden acht Euro fällig. Nachts, von 20 bis 7 Uhr, ist das Parken kostenlos. Wer ohne Wohnmobil anreist, kann auch ein Ferienhaus buchen. Das günstigste Appartement für zwei Personen kostet 70 Euro. Die Villa für sechs Personen gibt es für 170 Euro. Bei voller Belegung kommen etwa 2600 Gäste unter. Insgesamt stehen 495 Campingstellplätze, 170 Plätze für Dauercamper sowie 212 Ferienhäuser sowie 75 permanent vermietete Bungalows (etwa 230 Euro pro Monat) zur Verfügung. 2021 reisten die meisten Gäste (60 Prozent) aus Sachsen an, aus Brandenburg kamen 10 Prozent, 7 Prozent aus Thüringen: Berlin, Bayern und Sachsen-Anhalt halten sich mit je 3 Prozent die Waage. Die Zahl der tschechischen Gäste ist wegen Corona allerdings von 3 auf 1 Prozent gesunken.