Der punktuelle Gewitterregen der letzten Tage reicht nicht aus, um die Dürreschäden an Schipkaus Bäumen und Grünanlagen zu reduzieren. Besonders betroffen sind Birken in der Nähe von Drochow.
Der dritte Dürresommer in Folge setzt den flach wurzelnden Bäumen schwer zu. Viele Baumkronen sind aufgrund der anhaltenden Wasserknappheit vertrocknet. Gelbes Laub und komplett kahle Äste sind vielerorts in der Großgemeinde sichtbar.
Das trifft auch auf die Wurzeln zu. Sie sterben ab und können den Baum nicht mehr versorgen. In schlimmen Fällen bieten die Wurzeln keine ausreichende Stabilität mehr.

Abgestorbene Bäume in Schipkau werden gefällt

Die vergleichsweise rasch abgestorbenen Bäume stellen inzwischen eine Gefahr für Passanten dar. „Da muss die Gemeinde handeln“ so Bauamtsleiter Martin Konzag. Etliche abgestorbene Bäume mussten daher bereits aus Sicherheitsgründen entfernt und Baumkronen stark zurückgeschnitten werden. Dafür sind die Bauhof-Mitarbeiter derzeit im Dauereinsatz.
Bei den betroffenden Birken lichtet sich erst das Laub, bald ist der Baum gänzlich kahl, und wenig später brechen Äste und Stamm nach und nach in sich zusammen. Ähnliches gilt für Kiefern, die es zudem mit einer Invasion tausender Schädlingsinsekten zu tun haben. „In diesem Jahr werden die Motorsägen nicht kalt“, fasst ein Mitarbeiter des Schipkauer Bauhofes die Lage zusammen.
Angesichts weiterhin unterdurchschnittlicher Niederschläge und eines dadurch sinkenden Grundwasserspiegels richtet sich die Gemeinde inzwischen auf ein noch stärkeres Baumsterben ein.
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