Deutsche Bahn
: Kahlschlag bei Cargo-Werken – auch Senftenberg betroffen

DB Cargo ist eines der Sorgenkinder der Bahn. Die kriselnde Transport-Tochter wird derzeit von Sigrid Nikutta auf Profitabilität getrimmt. Für schwarze Zahlen sollen auch Werkstätten schließen.
Von
dpa
Berlin
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Bei DB Cargo steht derzeit alles auf dem Prüfstand - jetzt soll die Werke-Landschaft umstrukturiert werden. (Symbolbild)

Daniel Karmann/dpa
  • DB Cargo plant die Schließung von 10 der 15 Außenstellen – 170 Stellen sollen wegfallen.
  • Werk Mainz-Bischofsheim wird komplett geschlossen, Wagen-Instandhaltung in Halle, Seelze, Oberhausen endet.
  • Ziel der Umstrukturierung: mehr Effizienz durch spezialisierte Teams, Verhandlungen starten im September.
  • EU-Kommission fordert schwarze Zahlen ab 2026, daher strenger Sparkurs unter Leitung von Sigrid Nikutta.
  • Geschlossen werden u. a. Außenstellen in Rostock, Magdeburg, Senftenberg, Hamburg-Billwerder, Ingolstadt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die kriselnde Güterverkehrstochter der Bahn, DB Cargo, will deutschlandweit zahlreiche Werkstätten schließen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen zehn von 15 Außenstellen geschlossen werden, davon liegen vier in den neuen Bundesländern. Insgesamt sollen bei der umfangreichen Umstrukturierung der Werkstätten-Landschaft 170 Arbeitsplätze abgebaut werden.

DB Cargo: Auch Veränderungen an Hauptstandorten

Aktuell betreibt DB Cargo bundesweit elf Instandhaltungswerke mit 15 Außenstellen. Auch bei den Hauptstandorten soll sich einiges verändern: Die Werkstatt in Mainz-Bischofsheim soll komplett schließen, in Halle (Saale), Seelze und Oberhausen soll die Wagen-Instandhaltung wegfallen. Dort würden dann nur noch Loks repariert.

DB Cargo hofft, dass die Umstrukturierung unter anderem für mehr Effizienz durch spezialisierte Teams sorgt. Das Konzept wurde dem Gesamtbetriebsrat von DB Cargo Ende Juli vorgelegt. Die Verhandlungen darüber sollen im September beginnen. 

DB Cargo muss ab 2026 schwarze Zahlen schreiben

DB Cargo steckt seit Jahren in der Krise. Die Transport-Tochter des Bahn-Konzerns muss schon im nächsten Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben, so hat es die EU-Kommission im Rahmen eines Beihilfeverfahrens bestimmt. Cargo-Chefin Sigrid Nikutta hat dem Unternehmen daher einen strengen Sparkurs verordnet: Was nicht profitabel ist, wird gestrichen.

Cargo konnte seine Verluste so im ersten Halbjahr deutlich reduzieren, dennoch stand nach den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein operatives Minus zu Buche. Die Schließung der Werkstätten ist nun der nächste Schritt.

Welche DB-Cargo-Standorte geschlossen werden und was bleibt

Setzt sich der Cargo-Vorstand rund um Chefin Sigrid Nikutta in den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern durch, bleiben Cargo noch

  • die zehn Werke Hagen, Halle (Saale), Köln-Gremberg, Mannheim, Oberhausen, Maschen, Nürnberg, Saarbrücken, Seddin, Seelze/Lohnde
  • und die fünf Außenstellen Bebra, Braunschweig, Bremerhaven, Kornwestheim und München.

Geschlossen werden

  • das Werk Mainz-Bischofsheim und
  • die zehn Außenstellen Rostock, Osnabrück, Magdeburg, Senftenberg, Hamburg-Billwerder, Offenburg, Ingolstadt, Regensburg, Emden und Stendell.