Um Hilfe in der Coronakrise zu leisten, hat die BASF Schwarzheide GmbH im Monat April etwa 13.000 Liter – also fast 100 volle Badewannen – Handdesinfektionsmittel hergestellt. Nun ist aber erst einmal Schluss. Die eigene Produktion ist ausgelaufen. Das bestätigt BASF-Pressesprecher Arne Petersen auf Nachfrage. Der Lausitzer Standort erhält das Handdesinfektionsmittel ab sofort direkt aus dem Hauptwerk in Ludwigshafen, da es dort in größeren Margen hergestellt werden kann.

In Schwarzheide soll die gelieferte Flüssigkeit abgefüllt und regional weiterhin auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden. „Wie viel das sein wird, hängt von der Nachfrage und den Kapazitäten ab“, sagt Arne Petersen.

Erste Lieferung aus Ludwigshafen in Schwarzheide eingetroffen

Die erste Lieferung aus Ludwigshafen sei bereits eingetroffen. Wöchentlich würden Angebot und Nachfrage abgeglichen. Liefer-Schwierigkeiten mit den Rohstoffen seien damit aktuell behoben. Tendenziell werde derzeit eher weniger abgefragt. „Doch keiner weiß, wie sich alles weiterentwickelt“, so der BASF-Sprecher.

Die Vergabe an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der Lausitz soll dabei weiterhin kostenlos bleiben. „Wir haben keine Absichten, den Aufwand auch in näherer Zukunft zu verrechnen, es bleibt kostenlos“, betont Arne Petersen. Die BASF sehe ihr Engagement als regionale Verantwortung, die sie in dieser Zeit übernimmt.

„Helping Hands“ trotz Kurzarbeit bei BASF Schwarzheide

Die eigene wirtschaftliche Lage – auch die BASF verzeichnet einen Nachfragerückgang und hat Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt – sei dabei „nicht der Gradmesser für die schnelle Hilfe vor Ort innerhalb unseres Umfeldes“. Die Produktion und kostenlose Abgabe von Handdesinfektionsmittel an Kliniken und Pflegedienste durch die BASF sind die Bestandteile der in der Coronakrise ins Leben gerufenen Aktion „Helping Hands“, also helfende Hände.