Gute Nachrichten von der BASF Schwarzheide GmbH: Das Unternehmen hat erfolgreich seine Tests zur Herstellung von Hand-Desinfektionsmittel durchgeführt und am Montag die erste Charge in Kanistern abgefüllt. Das hat ein Unternehmenssprecher bestätigt.

In Abstimmung mit dem Krisenstab des Landkreises könne nun die Verteilung beginnen. Dafür sei eine Prioritätenliste erstellt worden. Ziel der Belieferung seien vorrangig Kliniken und Krankenhäuser im regionalen Umfeld.

Berlin/Hamburg

In der Corona-Krise hat der Chemiekonzern BASF die Aktion „Helping Hands“, also helfende Hände, ins Leben gerufen. Im Stammwerk in Ludwigshafen produziert das Unternehmen bereits seit ein paar Tagen Desinfektionsmittel und gibt es kostenlos an die Krankenhäuser der Region ab.

Corona-Krise: „Helping Hands“ bei der BASF Schwarzheide

Nun hat auch das Werk in Schwarzheide nachgezogen. „Wir möchten gerade in Krisenzeiten unserer regionalen Verantwortung nachkommen und arbeiten deshalb auf das Ziel hin, die erfolgreiche Aktion ‚Helping Hands’ auch in Schwarzheide fortzuführen“, bestätigt BASF-Sprecher Arne Petersen auf Nachfrage. Das Bundesamt für Verbraucherschutz hatte bereits grünes Licht gegeben. Wie auch in Ludwigshafen sollen die Desinfektionsmittel kostenfrei abgegeben werden.

Erfahrung mit der Herstellung von Hand-Desinfektionsmitteln hat das Unternehmen aus Schwarzheide zwar nicht, dafür aber das nötige Knowhow. „Wir haben ein sogenanntes Technikum, das so eingerichtet werden kann, dass es möglich ist, Hand-Desinfektionsmittel herzustellen“, sagt Arne Petersen. Die notwendigen Rohstoffe werden normalerweise innerhalb der Wertschöpfungskette der BASF zur Herstellung anderer Produkte verwendet und sollen nun zur Produktion von Hand-Desinfektionsmitteln umdisponiert werden.

Neben dieser guten Nachricht musste die BASF GmbH in Schwarzheide allerdings auch über die anstehende Kurzarbeit im Werk informieren. Betroffen sind ab April zunächst 213 von insgesamt rund 2000 Mitarbeitern.