In Brandenburg und Sachsen sind die ersten Lieferungen des Impfstoffs gegen das Coronavirus eingetroffen. In beiden Ländern wurden jeweils 9750 Impfdosen am Sonnabendvormittag angeliefert. Aus Sicherheitsgründen werde der Impfstoff von Biontech und Pfizer an einem geheimen Ort gelagert. Der Transport fand unter Geleitschutz der Bundespolizei statt. Nach Angaben des Innenministeriums in Potsdam werden bis kommenden Donnerstag weitere Lieferungen mit insgesamt rund 30 000 Impfdosen erwartet.

Start im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

In Sachsen wird eine weitere Lieferung von gut 24 000 Dosen am Montag erwartet, am 30. Dezember sollen noch einmal rund 34 000 Dosen dazukommen.
Der Impfstoff befindet sich in Fläschchen mit jeweils fünf Dosen. Die 1950 Flaschen pro Landeslieferung sind in zwei spezielle Thermobehältnisse verpackt, in denen sie auf minus 70 Grad gekühlt werden.
Noch am Samstag sollen die Impfdosen gut gekühlt mit Trockeneis weiter verteilt werden – in Sachsen unter anderen an die Unikliniken in Dresden und Leipzig sowie an die Chemnitzer Klinik. Am Sonntag soll dann im Freistaat mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus in Pflegeheimen und Kliniken begonnen werden.
Die Impfungen in Brandenburg mit einem mobilen Team sollen am Sonntag in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz beginnen. Danach sind Impfungen in Heimen in den Landkreisen Havelland und in Cottbus geplant.

Impfzentren in Brandenburg öffnen am Dienstag

Von Dienstag an sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Anschließend sollen bis Anfang Februar weitere neun Impfzentren im ganzen Land aufgebaut werden.
Zur Terminvergabe soll vom 4. Januar an unter der Nummer 116 117 eine Hotline freigeschaltet werden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg berichtete. Dort sollen zunächst über 80-Jährige einen Termin bekommen. In den Zentren sollen sechs Impfteams jeweils bis zu zehn Bürger pro Stunde impfen. Dafür haben sich mehr als 1000 Ärzte freiwillig gemeldet. Der weitere Ablauf der Impfungen hängt vor allem von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab.
Die Zahl der Neuinfektionen in Brandenburg blieb während der Weihnachtstage mit insgesamt gut 2800 von Mittwoch bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag unvermindert hoch. Insgesamt 56 Menschen starben in diesem Zeitraum im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Brandenburg 912 Verstorbene registriert.
Corona-Hotspot war am Samstag der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 524,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, dicht gefolgt vom Landkreis Elbe-Elster mit einem Wert von 507,7 und der Stadt Cottbus mit 404,3. Für ganz Brandenburg sank die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz leicht auf 257,8.