In diesen Wochen haben Senftenberger Bürger wieder die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, welche Projekte in ihren Stadtteilen von der Stadt im Rahmen des sogenannten Stadtteilfonds gefördert werden sollen.

In acht Distrikten stehen dazu jeweils 5000 Euro zur Verfügung. Während in zwei Senftenberger Stadtteilen, in Groß- und Kleinkoschen, Peickwitz und Niemtsch bereits abgestimmt wurde, stehen in Sedlitz (Mittwochabend um 18 Uhr) und Senftenberg II und Hosena (jeweils Donnerstag, ebenfalls 18 Uhr) die Versammlungen noch aus.

Auch dort können Bürger, die in den jeweiligen Bezirken wohnen, abstimmen. Und das schon ab 14 Jahren. Zu den Bestimmungen der Verteilung gehört auch, dass die selbe Einrichtung höchstens zwei Mal nacheinander in den Genuss von Fördermitteln kommen darf.

Im Stadtteil Senftenberg I wird diese Regelung im nächsten Jahr greifen. Denn auf der Bürgerversammlung dort am Dienstagabend bekamen der Spielmannszug Senftenberg und die Kita in der Hörlitzer Straße wie schon im Vorjahr den Zuschlag. "Der Verein hat gerade sein 40. Jubiläum gefeiert, und einige der Instrumente stammen noch aus der Anfangszeit" argumentierte die Vorsitzende des Musik-Vereins, Irena Blechstein, für die Meriten ihres Antrags.

Die Bitte der Musikanten um eine neue Lyra und Trommeln setzte sich in der Abstimmung knapp gegen den der Freiwilligen Feuerwehr Senftenberg durch. Die Feuerwehrleute hatten um Mittel für eine Hüpfburg geworben, die für verschiedene öffentliche Anlässe zur Verfügung gestanden hätte. Auch das Vorhaben, mit neu aufgestellten Bänken das Warten am Bahnübergang Ernst-Thälmann-Straße zu erleichtern konnte sich bei der Entscheidung nicht durchsetzen.

Die Stadtteilfonds gibt es seit 2012. Vorschläge dafür können für das kommende Jahr bis zum Stichtag am 10. Januar 2020 durchgängig eingereicht werden. Die Förderung größerer Projekte kann über dri Jahre verteilt werden.