Nördlich der Otto-Nuschke-Straße wächst ein neues Wohnbaugebiet im Herzen von Schwarzheide heran. Nach Angaben von Marion Ilgen von der Investorin Lausitzer Hausbau GmbH sollen auf der rund 12 000 Hektar großen Baufläche zwölf Einfamilien- und ein Doppelhaus sowie vier Gebäude mit Eigentumswohnungen entstehen. Die Grundstücksgrößen seien frei wählbar. Jedes Haus werde von einem Architekten individuell geplant.

Nägel mit Köpfen hat bereits die Schwarzheider Familie Uldack gemacht. Thomas und Luisa Uldack mit ihrem dreijährigen Sohn Timon haben sich ihr 900 Quadratmeter großes Grundstück schon gesichert und mit dem Hausbau begonnen. „Wir planen noch in diesem Jahr, die Bodenplatte zu gießen“, kündigt Thomas Uldack an. Das bungalowähnliche Wohnhaus solle im kommenden Sommer bezogen werden.

Neues Wohnbaugebiet mitten in Schwarzheide

„Wir haben uns für diesen Standort aufgrund der zentralen Lage in Schwarzheide entschieden“, sagt Thomas Uldack. Die Großeltern wohnen gleich um die Ecke, darüber hinaus sind Kindereinrichtung und Sparkasse fußläufig erreichbar, ebenso die beiden Kirchen. Bislang leben die Uldacks in einer Mietwohnung in der Schwarzheider Eisenbahnstraße. „Mit unserem Vorhaben setzen wir ein Zeichen, dauerhaft in der Chemiestadt zu bleiben“, erklärt Thomas Uldack, der gerade eine Umschulung vom Soldaten zum Feuerwehrmann durchläuft. Indes haben sich bereits weitere junge Schwarzheider ihr Grundstück im „Familien-Glück“ gesichert.

Das jetzt entstehende Wohngebiet war über Jahrzehnte mehr oder weniger Ödland. Neben alten Garagen, die längst abgerissen worden sind, befanden sich dort mehr oder weniger verwilderte Kleingärten. In unmittelbarer Nähe befinden sich die rekonstruierte Wandelhof-Siedlung sowie die Wohnhäuser entlang der Gefluderstraße.

Umfangreicher Bebauungsplan notwendig

Reibungslos verlief die Geburt der neuen Siedlung nicht. Ursprünglich hatte der Investor geplant, sein Projekt mit einem relativ geringen bürokratischen Aufwand umzusetzen. Letztendlich musste dann doch ein umfangreicher Bebauungsplan erstellt werden, weil die potenzielle Baufläche zu groß ist, wie der Stadtverordnete Werner Rex (Linke) erläutert. Rex hat sich für die Siedlung stark gemacht. „Ich bin sehr froh, dass es hier endlich losgeht“, kommentiert der Kommunalpolitiker.