B169 Senftenberg-Schwarzheide
: Straße wieder frei – warum es jetzt ganz schnell ging

Paukenschlag kurz vor Weihnachten auf der B169: Der längere Zeit gesperrte Abschnitt zwischen Brieske und Schwarzheide-Ost ist jetzt wieder frei, der Verkehr kann ohne Einschränkungen fließen. Was ist der Grund dafür?
Von
Torsten Richter-Zippack
Senftenberg
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  • Freie Fahrt auf der B169 heißt es nach rund sechs Wochen Vollsperrung zwischen Brieske und Senftenberg.

    Freie Fahrt auf der B169 heißt es nach rund sechs Wochen Vollsperrung zwischen Brieske und Senftenberg.

    Richter-Zippack, Torsten
  • Impression von der neuen Markierung auf der B169 auf der Bahnbrücke zwischen Brieske und Schwarzheide-Ost.

    Impression von der neuen Markierung auf der B169 auf der Bahnbrücke zwischen Brieske und Schwarzheide-Ost.

    Richter-Zippack, Torsten
  • Auch die Auffahrt Brieske in Richtung Westen ist wieder frei.

    Auch die Auffahrt Brieske in Richtung Westen ist wieder frei.

    Richter-Zippack, Torsten
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Autofahrer, die öfter auf der B169 in und um Senftenberg fahren, sind Kummer gewöhnt. Vielen ist noch immer die rund anderthalbjährige Sperrung des Abschnitts zwischen Senftenberg und Sedlitz in böser Erinnerung. Zwischen Mitte April 2021 und Anfang September 2022 war die Trasse auf knapp vier Kilometern dicht, weil zum einen unter und neben der Straße unterirdische Hohlräume gefunden worden waren, die verfüllt werden mussten. Zum anderen wurde die Trasse in diesem Bereich komplett neu aufgebaut und auf 400 Meter Länge mit Fließstoffen und Geogittern versehen, welche die Straße final sichern.

Die Autofahrer mussten während der Sperrzeit eine quälend lange Umfahrung über Großräschen und Meuro in Kauf nehmen. Viel Knatsch gab es auch um die kurze Umfahrung zwischen Senftenberg und Sedlitz, da diese nur von den Sedlitzern sowie von Polizei, Feuerwehr und Rettungswagen benutzt werden durfte.

Arbeiten an der B169 verliefen zunächst planmäßig

Seit August 2023 wird nun die Senftenberger Ortsumfahrung saniert. Konkret handelt es sich um den Bereich zwischen der Auffahrt am Laugkfeld/Aral-Tankstelle und dem Ortseingang Schwarzheide-Ost. Gebaut wurde in mehreren Abschnitten. Die Arbeiten gingen relativ problemlos vonstatten, die kalkulierten Zeitpläne wurden eingehalten.

Auch am letzten Teilabschnitt, der sich zwischen der Auffahrt Brieske und Schwarzheide-Ost erstreckt, begannen die Arbeiten Anfang November planmäßig. Ursprünglich sollte bis zum 24. November alles abgeschlossen sein und die Trasse wieder freigegeben werden. Doch dazu kam es nicht. Denn Ende November machte der frühzeitige Wintereinbruch diese Hoffnungen zunichte. Die Fahrbahn war zwar vollendet, doch fehlte die Markierung. Die kann nach Angaben des Landesbetriebes Straßenwesen (LS) als Bauherr nicht bei Nässe und Kälte auf den Asphalt aufgebracht werden. Beziehungsweise würde die Farbe dann verschmieren und ihren eigentlichen Zweck nicht erfüllen.

Nicht wenige Autofahrer befürchteten deswegen, dass die B169 bis zum Frühjahr 2024 gesperrt bleiben könnte. Doch seit dem späten Dienstagnachmittag ist die Trasse wieder frei. Warum, erklärt LS-Sprecher Steffen Streu wie folgt: „Die Markierung hat geklappt. Die Witterungsverhältnisse waren günstig, es war trocken und nicht zu kalt.“

Was mit dem desolaten Wirtschaftsweg passieren soll

Nach und nach werden jetzt die Umleitungsschilder beiseite geräumt. Für viele Autofahrer scheint die plötzliche Freigabe unerwartet gekommen zu sein. Zumindest am Mittwoch hielt sich der Verkehr auf der B169 zwischen Brieske und Schwarzheide-Ost noch in Grenzen. Manche waren nach wie vor auf der inoffiziellen Umfahrung auf dem parallel zur B169 verlaufenden Wirtschaftsweg unterwegs.

Dieser hat unter der enormen Verkehrsbelastung erheblich gelitten. Vor allem die Bankette wurden mehr oder weniger komplett zerfahren. Erst mit Verspätung hatten die Behörden die Trasse zumindest für den Lkw-Verkehr über 3,5 Tonnen gesperrt. Linienbusse durften hingegen weiter passieren. Ansonsten hätten sie ihre Fahrpläne nicht einhalten können.

Nun soll die Trasse wieder in Ordnung gebracht werden, haben die Anliegerstädte Senftenberg und Schwarzheide angekündigt. Dabei soll es Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Straßenwesen geben.

Die B169 und ihre Ortsumfahrungen

Vorerst stehen auf der B169 keine weiteren Bauarbeiten an. So heißt es für die Autofahrer zwischen Cottbus und Elsterwerda zunächst einmal freie Fahrt ins neue Jahr. Die avisierten Ortsumfahrungen befinden sich noch in einer frühen Planungsphase. Ob und wann sie je kommen werden, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt völlig ungewiss.

Konkret geht es um die Projekte von Klein Gaglow/Hänchen-Annahof/Klein Oßnig, Neupetershain-Nord, Lindchen, Allmosen, Schwarzheide-Ost, Plessa/Kahla sowie Elsterwerda.

Die B169 - die Lausitz-Trasse ins Vogtland

Die Bundesstraße 169 ist 257 Kilometer lang. Sie bildet mit der A13 die wichtigste Verbindung zwischen Cottbus und Dresden. Doch endet die Bundesstraße nicht an der Autobahnauffahrt Ruhland, sondern führt weiter über Elsterwerda, Riesa, Döbeln, Chemnitz und Aue bis nach Plauen ins Vogtland. Die Straße ist auf einigen Abschnitten drei- und vierspurig ausgebaut. So präsentiert sich ein Teilstück bei Riesa autobahnähnlich. In der Lausitz sind die Ortsumfahrungen von Drebkau und Senftenberg dreispurig angelegt, ebenso ein kurzer Abschnitt von Sedlitz in Richtung Allmosen. Mancherorts verläuft die B169 auf gleicher Trasse mit weiteren Bundesstraßen, beispielsweise mit der B96 zwischen dem Bermuda-Dreieck bei Allmosen und Senftenberg.

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