Auf dem Prossenberg gibt es vorerst keinen 360-Grad-Rundblick mehr. Denn der rund 25 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Gipfel ist gesperrt, informiert der Ruhlander Amtsdirektor Christian Konzack. Eine turnusmäßige Überprüfung hat ergeben, dass sämtliche vier Turmstützen durch eindringendes Wasser beschädigt worden sind. „Dadurch ist die Standsicherheit beeinträchtigt“, sagt Konzack. Das Amt hatte daraufhin die Konstruktion vorsorglich sperren lassen.

Der Turm auf dem Prossenberg muss saniert werden

Allerdings seien die Schäden nicht so groß, dass der Turm abgerissen werden müsste. Aus diesem Grund stimmt sich das Amt Ruhland derzeit mit einem Ingenieurbüro ab, welche Reparaturvariante am sinnvollsten ist. Zu den entsprechenden Kosten für die Gemeinde Hohenbocka könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden.

Den heutigen Aussichtsturm auf dem Prossenberg in der Buckschen Schweiz gibt es seit dem Jahr 1998. Das Bauwerk ist der Nachfolger einer Konstruktion, die sich bereits seit dem Jahr 1968 an gleicher Stelle befand. Sie bestand aus Elementen ehemaliger Tagebaugeräte.

Der Aussichtsturm bei Hörlitz kann nicht bestiegen werden

Gesperrt ist derzeit auch der Aussichtsturm nördlich von Hörlitz, informiert der Schipkauer Bauamtsleiter Martin Konzag. An der Konstruktion gibt es allerdings keine Baumängel. Anlass bildet vielmehr die Corona-Pandemie. „Wir wollen die personelle Nähe von Besuchern auf dem Turm vermeiden“, begründet Konzag. Derzeit könne nicht gesagt werden, wann das 27 Meter hohe Bauwerk wieder bestiegen werden kann. Ursprünglich war der 1. April avisiert worden.

Keine Einschränkungen gibt es hingegen für die beiden Aussichtstürme im Lausitzer Seenland, wie Dana Hüttner vom Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB) anmerkt. Sowohl der Rostige Nagel am Sornoer Kanal als auch der Turm am Südufer des Senftenberger Sees können bestiegen werden. Allerdings appelliert Hüttner an die Besucher, die Bauwerke nur zu zweit beziehungsweise nur in Familie zu besteigen. So ist es in der seit Mitte März geltenden Brandenburger Landesverordnung zur Corona-Krise festgehalten.

Sperrung des Turms am Senftenberger See steht im Raum

Allerdings schließt der LSB eine Sperrung des Turms am Senftenberger See-Südufer nicht gänzlich aus. Jedoch nicht wegen Corona, sondern aufgrund von Vandalismus in jüngster Zeit. Eigenen Recherchen zufolge kam es dort zu Schmierereien. Zudem wurden diverse Gegenstände vom Turm nach unten geworfen.