A13 Berlin Dresden
: Schwere Explosion auf dem Autohof Thiendorf

Unbekannte haben auf dem Autohof Thiendorf an der A13, direkt vor dem Burger King, ein ganzes Bankhäuschen samt Geldautomat in die Luft gejagt. Ein Polizist bestätigt, dass die Explosion lebensgefährlich war.
Von
Kathleen Weser,
Jan Augustin
Ortrand/Thiendorf
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  • Auf dem Rastplatz Thiendorf an der A 13 zwischen Berlin und Dresden ist in der Nacht ein Geldautomat gesprengt worden.

    Auf dem Rastplatz Thiendorf an der A 13 zwischen Berlin und Dresden ist in der Nacht ein Geldautomat gesprengt worden.

    Kathleen Weser
  • Auf diese Kreuzung ist die schwere Tresortür geflogen. Ein Autofahrer hatte großes Glück.

    Auf diese Kreuzung ist die schwere Tresortür geflogen. Ein Autofahrer hatte großes Glück.

    Kathleen Weser
  • Auf einem Rastpaltz an der A 13 zwischen Berlin und Dresden ist in der Nacht ein Geldautomat gesprengt worden. Die Explosion war so heftig, dass die Tresortür bis auf die Straße geschleudert wurde.

    Auf einem Rastpaltz an der A 13 zwischen Berlin und Dresden ist in der Nacht ein Geldautomat gesprengt worden. Die Explosion war so heftig, dass die Tresortür bis auf die Straße geschleudert wurde.

    Kathleen Weser
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Auf dem Autohof Thiendorf (Landkreis Meißen) an der Autobahn 13 haben Unbekannte in der Nacht zu Mittwoch, 21. September, ein ganzes Bankhäuschen in die Luft gesprengt. Den Pendlern, die hier gern zum Frühstück eine Pause einlegen, bietet sich am Morgen ein Bild der Zerstörung.

Von dem kleinen, knallroten Bankhäuschen der Sparkasse Meißen sind nur noch Trümmer übrig geblieben. Im Umkreis von etwa 500 Metern liegen auf dem Parkplatz einer Filiale von Burger King die Trümmerteile umher. Kriminaltechniker sichern noch Spuren. Polizisten in Uniform haben den Tatort weiträumig mit Flatterband abgesperrt.

Warum die Explosion des Geldautomaten an der A13 so gefährlich war

Die Explosion war so heftig gewesen, dass die 100 Kilogramm schwere Tresortür zirka 20 Meter bis auf die Straße geschleudert wurde. Vor Ort bestätigt ein Polizist, dass dies besonders gefährlich gewesen sei. Die schwere Stahltür ist auf die Linksabbiegespur zum gegenüberliegenden McDonald’s gefallen. Die Mitarbeiter dort sind immer noch schockiert.

In den frühen Morgenstunden war ein Autofahrer mit der Tür kollidiert. Erst danach ist das zerstörte Bankomat–Häuschen entdeckt worden. Der Polizist vor Ort sagt einige Stunden später, die Trümmerteile auf der Straße seien lebensgefährlich gewesen.

Die Tresortür des Geldautomaten ist bei der Explosion bis auf die Straße geschleudert worden. Die 100-Kilo-Tür mussten die Beamten von der Straße hieven.

Kathleen Weser

Polizei informiert zu Details der Explosion an A13 im Laufe des Tages

Wie hoch der Schaden und wie viel Geld abhandengekommen ist, ist noch unklar. Die polizeilichen Ermittlungen dauern noch an. Weitere Informationen kündigt die Polizeidirektion in Dresden im Laufe des Tages an.

Immer wieder sorgen Sprengbanden für ähnlich dramatische Bilder in der Lausitz. Forst, Luckau, Bad Liebenwerda — fast überall haben sie schon zugeschlagen. Ein besonders dramatischer Fall ist aus Altdöbern (Oberspreewald–Lausitz) bekannt, wo eine ganze Supermarkthalle nach der Explosion zusammengebrochen ist.

Und nicht einmal vor dem Cottbuser Altmarkt, mitten im Herzen der Stadt, scheuen die Täter zurück. Auch hier explodierte der Geldautomat einer Sparkassenfiliale.

Mehr Blaulicht–Nachrichten zu Polizeieinsätzen, Feuerwehreinsätzen, Unfällen und Bränden in der Lausitz finden Sie auf der Themenseite Blaulicht auf lr.de.