(ab) Es ist nahezu filmreif, was ein Polizeibeamter am Sonntagmorgen erlebt hat. Er war gegen 5 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, als er vor der Ortslage Großrä­schen von einem weißen BMW in rasantem Tempo überholt wurde.

Dem 28-jährigen Fahrer gelang es nicht, die Kurve am Bahnübergang zu durchfahren, er touchierte die linke Leitplanke und setzte dann zum „Flug“ über beide Schienenstränge an. Zum Stehen kam der Wagen dann zwischen Gleisbett und Straße. Zur Unfallaufnahme musste der Bahnverkehr bis gegen 7 Uhr morgens unterbrochen werden.

Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab kurz vor 5.30 Uhr einen Wert von 2,24 Promille. Nach der Flugstrecke von 48 Metern ist der BMW nur noch ein Fall für die Schrottpresse. Der Fahrer blieb indes unverletzt. Über den Verbleib des einkassierten Führerscheins muss jetzt ein Richter entscheiden. Der Führerschein wird dem Fahrer aber für mindestens sechs Monate entzogen.

Außerdem blühen dem Fahrer, der laut Bußgeld-Katalog mit seiner Alkoholkonzentration im Blut als absolut fahruntüchtig gilt, drei Punkte in Flensburg und eine Geld- oder Freiheits­strafe. Zudem wird er eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren müssen, um seine Fahrerlaubnis wiederzuerlangen. In manchen Fällen geht die MPU auch mit einem Alkoholabstinenznachweis einher.