Der Berliner Regisseur, Kulturmanager und Autor Günter Jeschonnek will in Senftenberg jene Männer und Frauen finden, die vor 35 Jahren als Schüler ihre Träume und Visionen in ein subversives Theater-Programmheft drucken ließen.
So sah die Inszenierung „Stadt ohne Liebe“ am Theater der Bergarbeiter im Jahr 1984 aus. Hier sind als Darsteller Reiner Gruß, Regina Bode, Peter Troche und Volkmar Röhler in Aktion.⇥
Neue Bühne Senftenberg
Dieses Foto befindet sich im Programmheft zur 1984er Inszenierung „Stadt ohne Liebe" am Theater der Bergarbeiter in Senftenberg. Auf dem Foto kletterten Regisseur Günter Jeschonnek (l.) und Dramaturg Thomas Teubner als Al Capone-Verschnitt in Ost-Berlin über die „Mauer“. Darunter ist ein Text von Jewgenij Samjatin aus dessen Roman „Wir" zu finden - mit politischen Anspielungen auf die Mauer. Der Roman stand zu dieser Zeit in allen Ostblockstaaten auf dem Index - in Senftenberg rutschte diese mutige Textauswahl jedoch unerkannt durch die Zensur, so wie das ganze subversive Programmheft.
Günter Steffen | Neue Bühne Senftenberg
Die düstere Vision einer Schülerin aus der Klasse 6r der POS III „Anton Saefkow“. Wie sich die damals zwölfjährige Cornelia eine Stadt ohne Liebe vorstellt, wurde im Programmheft zum Stück abgedruckt. Jetzt sucht Regisseur Günter Jeschonnek diese Cornelia und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.
Neue Bühne Senftenberg
Günter Jeschonnek, Regisseur und Autor, will jene Schüler finden, die 1984 in Senftenberg kleine Utopien für ihre Stadt entwickelten.⇥
Ines Hegenberger | LR
Auszug aus dem Programmheft „Stadt ohne Liebe“ zur Inszenierung 1984. Schüler aus der POS III „Anton Saefkow“ hatten ihre Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft der Stadt formuliert. ⇥