Ein Verkehrsunfall in Kittlitz endete für einen 35-jährigen LKW-Fahrer am Dienstag, 19. Mai, im Krankenhaus. Gegen 17 Uhr war ein Mercedes-LKW an der Ecke zur Vorberger Straße laut Polizeiangaben auf einen MAN-LKW mit Anhänger aufgefahren, nachdem dieser verkehrsbedingt stoppen musste. „Der Fahrer hatte dies übersehen und versuchte noch auszuweichen“, teilt Polizeisprecher Torsten Wendt mit. „Trotzdem kam es zur Kollision, nach der der Mercedes in den Straßengraben rollte.“ Der Merceds-Fahrer musste daraufhin aus dem Fahrzeug befreit und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Sein mitfahrendes 6-jähriges Kind blieb unverletzt, wurde jedoch zur Überwachung in ein Krankenhaus gebracht. Gegen 19:10 Uhr waren die Rettungsmaßnahmen, die Verkehrsunfallaufnahme sowie die Fahrzeugbergung beendet und die Straße wieder frei befahrbar. Der Gesamtschaden wurde ersten Schätzungen zufolge mit rund 40.000 Euro beziffert.
Am Dienstagnachmittag, 20. Mai, widerspricht der Fahrer des Mercedes-LKW telefonisch gegenüber einem RUNDSCHAU-Mitarbeiter zum Teil der Darstellung der Polizei. Er sagt, der Fahrer des MAN-LKW habe versucht verkehrswidrig mitten auf der Kreuzung zu wenden. Um einen Unfall zu vermeiden habe der Mercedes-Fahrer eine Vollbremsung hingelegt und versucht sein Fahrzeug so weit wie möglich nach rechts zu ziehen. Trotzdem kam es zu einer Kollision. Sein vorrangiges Ziel sei es gewesen, dass sein mitfahrendes Kind unverletzt blieb. „Zahlreiche Zeugen hätten den Unfall beobachtet“, sagt der 35-Jährige. Auch würden die Fahrerkarten der beiden LKW bei einer Analyse seine Aussage untermauern. Darüber hinaus kritisiert er den MAN-Fahrer. Dieser sei ortskunding gewesen und hätte wenige Kilometer weiter problemlos in einem Kreisverkehr wenden können.

Zweiter Unfall bei Kittlitz kurz nach Mitternacht

Kurz nach Mitternacht wurde die Polizei am Mittwochmorgen erneut zu einem Verkehrsunfall bei Kittlitz gerufen,. Der ereignete sich im Baustellenbereich zwischen der Ausfahrt Kittlitz und dem Spreewald-Dreieck. Ein zunächst unbekanntes Fahrzeug hatte Sicherungsbaken der Baustelle umgefahren. „Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen nach dem Verursacherfahrzeug führten eine Stunde später zur Feststellung eines PKW Fiat, der nicht nur die passenden Unfallspuren aufwies, sondern zudem auch noch die Reflektorfolien der Baken auf der Motorhaube hatte“, so Polizeisprecher Torsten Wendt. Die Schäden am Fahrzeug und an den Sicherungsanlagen summierten sich auf insgesamt rund 7000 Euro. Der 36-jährige Fahrer lag mit einem Atemalkoholwert von 2,21 Promille deutlich im Bereich einer Verkehrsstraftat. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Mann nach einer behördlichen Entziehung aus gleichem Grund nicht im Besitz eines Führerscheins ist. Das Auto wurde sichergestellt und die entsprechenden Ermittlungsverfahren eingeleitet.