Am ersten Weihnachtstag 2019 sind Einbrecher in ein Einfamilienhaus im Lübbenauer Ortsteil Zerkwitz (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) eingestiegen. Der oder die Täter hebelten nach Angaben der Polizei eine Terassentür auf und stahlen im Wohnhaus, was nicht niet- und nagelfest war.

Laut Polizei durchsuchten die Täter, deren Identität am 26. Dezember 2019 unbekannt war, das gesamte Wohnhaus. Sie hätten Uhren, Schmuck und Bargeld entwendet. Laut Polizei entstand den Eigentümern ein Schaden in Höhe von 8000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittele.

Als Tatzeitraum benennt die Polizei den 25. Dezember 2019 von 12.25 bis 22.45 Uhr. Die Einbrecher seien über das umfriedete Grundstück in das Haus eingedrungen.

Polizei warnt vor Einbrüchen zum Jahresende

Immer wieder warnt die Polizei vor Einbrechern auch zu Weihnachten. Die Ermittler sprechen von einem „saisonalen Anstieg“ von Einbrüchen in der dunklen Jahreszeit. So warnte die Polizei in Nordrhein-Westfalen auch vor Einbrüchen zur Tageszeit und zu Zeiten, in denen Bewohner nicht zu Hause seien. Einbrecher-Banden würden oft in ganze Wohnviertel eindringen und dabei schnell Häuser und Wohnungen ausräumen.

Die Polizei in Brandenburg erläutert auf ihrer Internetseite, dass Banden häufig arbeitsteilig vorgingen und Personen, die Einbrüche begehen, sich teilweise nur kurz in Deutschland aufhalten würden. Bei der Auswahl der Tatobjekte schätzten die Einbrecher neben dem zu erlangenden Diebesgut vor allem Faktoren wie Lärm, Zeit und Aufwand ein. Spontan vorgehende Täter scheuten gut gesicherte Objekte, heißt es weiter.

Fast alle Täter versuchen demnach, mechanische Sicherungselemente möglichst schnell zu überwinden. Die Polizei gibt die Zeitdauer eines Einbruchsversuchs mit „etwa zwei bis fünf Minuten“ an. Danach brächen sie ab und suchten sich ein anderes Objekt aus. Täter suchten Schwachstellen im mechanischen Grundschutz, um ins Haus zu gelangen.

Polizei: Einbrecher suchen nach Schwachstellen

Demnach sind Terrassentüren – wie beim Fall in Lübbenau-Zerkwitz – genauso wie Fenster häufig Angriffsgelegenheiten. Bei Mehrfamilienhäusern erfolge der Angriff vor allem über Wohnungstüren, aber auch Balkonfenster.

Polizei und Hersteller von Sicherheitstechnik, die die Initiative für aktiven Einbruchsschutz „Nicht bei mir!“ gebildet haben, empfehlen daher Schutzmaßnahmen wie einbruchhemmende Fensterbeschläge und verstärkte Schlösser an Haus- und Terrassentüren: Durch mechanischen Schutz würden Einbrüche erschwert. Elektronische Einrichtungen wie Alarmanlagen oder Kameras böten zusätzlichen Schutz, da sie Täter entdecken und in die Flucht schlagen können.

Acht Tipps der Polizei gegen Einbrecher

  • Wenn Sie Ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen - auch nur für kurze Zeit - schließen Sie unbedingt ab.
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
  • Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
  • Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei.
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, wie zum Beispiel in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter.
  • Täuschen Sie Anwesenheit vor! Nutzen Sie vorhandene Lichtquellen bei Abwesenheit z.B. mit Zeitschaltuhren.

Quelle der Tipps: Polizei Düsseldorf, Info vom 23. Dezember 2019

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