Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg ist Flächeneigentümerin in der Teichlandschaft Buchwäldchen-Muckwar zwischen Calau und Altdöbern. Hier hat die Landesstiftung ihren Fischereipächter, die Ökologische Teichwirtschaft Fürstlich-Drehna, bei der Sanierung eines maroden Ablassbauwerkes finanziell unterstützt: Ein neues Stau - und Ablassbauwerk ermöglicht nun wieder die reibungslose Regulierung des Wasserspiegels im Krummetteich.

Stauanlage aus der 1970er Jahren

Um die Wasserstände ökologisch steuern zu können, wurde in den 70er-Jahren eine Stauanlage errichtet, die über die Jahrzehnte durch starke Erosion marode und undicht geworden war.

„Die Baumaßnahmen sind wichtig, um einerseits die Bewirtschaftung der Teiche und damit unserem Pächter das wirtschaftliche Auskommen zu sichern. Andererseits schafft erst die fischereiliche Nutzung günstige Bedingungen für bedrohte Tierarten wie für die Rotbauchunke“, sagt Silke Freiwald von der Landesnaturschutzstiftung.

Rund 22000 Euro kostete die Sanierung, die größtenteils von der Stiftung als Flächeneigentümerin getragen wird. Einen finanziellen Eigenanteil steuerte die Ökologische Teichwirtschaft Fürstlich-Drehna als Fischereipächterin über die Landesrichtlinie zur Förderung der Aquakultur und Binnenfischerei bei. Ein weiteres Bauwerk soll voraussichtlich Anfang 2020 am Großen Brauerteich erneuert werden.

Teichmönch

Das Stau- und Ablassbauwerk, der so genannte Teichmönch, hält den Wasserspiegel im Krummetteich konstant. Zudem kann damit das Teichwasser teilweise oder vollständig abgelassen werden: zum Abfischen oder zur Reinigung des Teichs.

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Vermutlich im 12. Jahrhundert wurden die Teiche im Fauna-Flora-Habitat- und Naturschutzgebiet „Teichlandschaft Buchwäldchen-Muckwar“ zur Fischzucht angelegt. Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes System mehrerer Gewässer, die durch Zulaufgräben gespeist werden. Wegen dauerhaft niedriger Wasserstände sind Teile der Teiche aktuell mit Schilfröhrichten zugewachsen und können inzwischen nicht mehr bewirtschaftet werden.