(uhd) Daniel Schmidgunst hatte so eine Ahnung: „Bereits bei den Voranmeldungen zum diesjährigen Nachtlauf von Lübbenau nach Lehde und zurück ist die Teilnehmerzahl extrem nach oben geschnellt. Wir gehen von mindestens 400 weiteren Läufern aus, die dieses Jahr an den Start gehen“, prophezeite der stellvertretende Geschäftsführer der Spreewald-Touristinformation Lübbenau. Während er Absperrungen und Verkehrsschilder durch die Gegend wuchtete, zog es immer mehr Läuferinnen, Läufer, Wanderer und Walker in die Lübbenauer Altstadt.

Musikalisch angelockt durch „Family Sound“, eine Cottbuser Band, die mindestens bei einem ihrer Songs einen Volltreffer landete. „Atemlos durch die Nacht“ schmetterte das Trio in die aufziehende Nacht, bis das Original des Lübbenauer Nachtlaufes zum Mikrofon griff: Gerhard „Adi“ Adolph (Mach’s mit, mach’s nach, mach’s besser) heizte den Teilnehmern ein, bevor diese die fünf Kilometer lange Strecke in Angriff nahmen. „Beim Streckenverlauf haben wir an der bewährten Route festgehalten. Die regelmäßig steigenden Teilnehmerzahlen zeigen, dass die Runde bis Lehde nichts an Attraktivität verloren hat“, erklärte Angela Arlt. Seit 17 Jahren ist sie Gesamtleiterin der Lübbenauer Wettbewerbe des Spreewald-Marathons. Sie mache einen fantastischen Job, befand Chef-Organisator Hans-Joachim Weidner. Angela Arlt wollte den verbalen Lorbeerkranz jedoch nicht allein für sich in Anspruch nehmen. „Mit den Leuten in Lübbenau ist es ein sehr angenehmes Zusammenarbeiten. Die gesamte Stadt steht hinter dem Wettbewerb“, hob sie hervor. Das spürten die Teilnehmer, die sich mit Lobeshymnen nicht zurückhielten. „Tolle Atmosphäre“  und „ich bin im nächsten Jahr wieder mit dabei“ lauteten die häufigsten Antworten, die Antenne-Moderatorin Jasmin Schomber den Läuferinnen und Läufern am Ziel entlockte. Insgesamt waren es stattliche 1371 Gurkenmedaillen, die das Team vom Lübbenauer AWO-Freizeitladen den Sportlern um den Hals legte. Im Vorjahr zählte der Fünf-Kilometer-Nachtlauf noch 876 Teilnehmer.