Munition in Lübbenau gefunden: Granate gesprengt – Sperrungen wieder aufgehoben

Reste der Flakgranate. Sie wurde am Donnerstag (6. Juni) auf der Großbaustelle am Ortsrand von Lübbenau Richtung Cottbus gesprengt.
Enrico Schnick- Kampfmittel bei Bauarbeiten in Lübbenau entdeckt, Sprengung am 5. Juni.
- Sicherheitsbereich ab 8 Uhr gesperrt, Straßen und Bahnstrecken von 11 bis 12 Uhr.
- Betroffene Bahnstrecken: Lübbenau-Cottbus, Lübbenau-Senftenberg.
- Sperrungen für Landesstraße L49, Kraftwerkstraße, Bahnhofsstraße.
- Keine Erkenntnisse zur Art der Kampfmittel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kurz vor 12 Uhr gab es am Donnerstag (6. Juni) auf der Baustelle nahe der L49 und der Bahnstrecke Lübbenau-Cottbus einen dumpfen Knall. Aus sicherer Entfernung außerhalb eines Sperrkreises sah man eine kleine Rauchfahne aufsteigen. Kurz nach 12 Uhr bekamen die Feuerwehrleute an den Straßensperren per Sprechfunk die Anweisung: Die Sperrungen können wieder aufgehoben werden.
Nach Angaben von Einsatzleiter Martin Neumann handelte es sich bei dem Munitionsfund, der am Mittwoch (5. Juni) am Rand der Baustelle gemacht wurde, um eine Flakgranate, die nicht mehr transportfähig war und daher vor Ort gesprengt werden musste. Vor der Sprengung wurde ein Erdhaufen aufgeworfen, der als Splitterschutz diente und die Detonation dämpfen sollte. Nach der Sprengung sind von der Granate nur einige kleinere Metallteile übrig geblieben.

Kurz nach 12 Uhr konnte am Donnerstag (6. Juni) auch in der Kraftwerkstraße die Sperrung wieder aufgehoben werden.
Daniel PreikschatLaut Neumann sicherten 35 Mitglieder Feuerwehr von Lübbenau (samt Ortswehren) die Straßensperrungen ab und wurden dabei vom städtischen Bauhof unterstützt. Am Morgen gab es Kontrollen in zwei anliegenden Kleingartensparten. Die Kleingärtner wurden aber bereits am Abend zuvor über die Sprengung informiert.
Beide Bahnstrecken (Lübbenau-Cottbus und Lübbenau Senftenberg) sowie die L49 wurden wie geplant eine Stunde von 11 Uhr bis 12 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr auf der L49 aus Richtung Lübben wurde durch die Neustadt umgeleitet. In Boblitz konnten Autofahrer nicht nach Lübbenau fahren, sondern mussten wenden oder weiter Richtung Vetschau fahren.
Lübbenau im Zweiten Weltkrieg nicht bombardiert
Laut dem Buch „Lübbenau und die Nachkriegsjahre“ von Bernd Marx und Hans-Joachim Nemitz wurde die Stadt Lübbenau während des Zweiten Weltkriegs nicht bombardiert und es gab auch keine größeren Kampfhandlungen.
Allerdings wurde im Bereich der heutigen Neustadt 1945 ein sogenannter Panzergraben angelegt, der bis nahe an die Fundstelle heranreichte. Die Flakgranate lag etwa zehn Zentimeter tief im Erdreich, so Martin Neumann und befand sich etwa 150 Meter links (Richtung Südumfluter) der Gleisstrecke nach Cottbus.
