Sauna in Lübbenau: Richtig saunieren – diese Tipps gibt ein Aufgussmeister

Bei einer Temperatur von 80 °C wirkt diese Sauna durch den Eukalyptus-Duft kühlend, erfrischend und kreislaufanregend.
Spreewelten GmbH1,4 Sonnenstunden am Tag im Dezember berechnet Wetter24 für Lübbenau. Weniger Sonne, weniger Bewegung und frische Luft, weniger soziale Kontakte, weniger gute Laune.
Etwa ein Drittel der Befragten einer Studie von Statista sind anfällig dafür, in der dunklen Jahreszeit in ein Stimmungstief zu fallen. Doch zum Glück gibt es Lösungen. Und die sind erstmal recht offensichtlich: Licht gegen Dunkelheit und Wärme gegen Kälte.
Sauna kann das Immunsystem stärken und die Stimmung aufhellen. Damit beim Saunieren alles richtig gemacht wird, der Kreislauf angeregt – aber nicht überfordert wird, haben wir mit einem Saunameister gesprochen und ein paar Saunaregeln zusammen gefasst.
Die Vorzüge vom Saunieren
Die Abwechslung von Hitze und Abkühlung bei den Saunagängen übt einen starken Reiz auf unseren Körper aus, der den Stoffwechsel in Gang bringt. Durch das Einatmen von heißer Luft in der Sauna wird der Körper auch von innen erwärmt. Die Temperatur kann bis zu 2°C im Körper ansteigen und Erreger können beseitigt werden. Wir erfahren durch regelmäßige Saunagänge eine Steigerung der Herztätigkeit und eine Förderung der Immunabwehr. Außerdem entspannt sich während des Saunagangs die Muskulatur, was auch positiv auf den Gemütszustand wirkt. Ein anderer seelischer Vorteil: soziale Kontakte. Denn für die routinierten Saunagänger und Stammgäste ist die öffentliche Sauna auch ein sozialer Treffpunkt.
Wichtigste Regel: Auf den Körper hören
Stefan Mann, Meister für Bäderbetriebe und Aufgussmeister bei Spreewelten erklärt die wichtigste Grundregel: Immer auf den Körper hören. Jeder kennt seinen Körper am besten und nach dem eigenen Gefühl zu gehen, sollte immer die Basis sein. 15 Minuten pro Saunagang ist eine Richtlinie, an die man sich halten kann, aber nicht muss. Das eigene Limit kann auch darunter oder darüber hinaus liegen. Die Verfassung und das Durchhaltevermögen variieren täglich. „Ich habe auch schon Leute ohnmächtig werden sehen, die seit 20 Jahren routinierte Saunagänger sind“, erzählt Stefan Mann. Zu wenig gefrühstückt oder schlecht geschlafen und schon reagiert der Körper anders auf die gewöhnlichen Herausforderungen. Auch sollte man sich nicht schämen, während eines Aufgusses den Saunaraum zu verlassen, wenn es einem Mal zu viel wird.
Zum Saunieren sollte man sich gut fühlen und nicht krank sein. Mit leichtem Fieber in die Sauna kann schnell nach Hinten losgehen. Ein Saunagang gegen ein leichtes Kratzen im Hals hingegen kann– wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt– auch positive Wirkungen zeigen, so Stefan Mann.

Früher wurden hier die Karren entladen. Heute genießt man beim Entspannen den Blick auf die Fließlandschaft der Spreewelten. Diese 200 Jahre alte Scheune versprüht Geschichte
Spreewelten GmbHHitze und Abkühlung
Nach dem starken Erhitzen ist Abkühlung gut – aber auch hier gilt: nicht zu viel. Als Optimum empfiehlt der Saunameister den Wasserschlauch zum Abduschen. Angefangen von „Herz fern“ zu „Herz nah“. Also erst die Füße, die Beine, dann die Arme, Schultern und langsam zur Mitte des Körpers hin. Außerdem sollte nicht zu viel Druck auf dem Schlauch sein. Wenn das Wasser am Körper entlang läuft, ohne abzuprallen, ist man ein achtsamer Abkühlprofi. Wichtig ist zwischen den Saunagängen auch die Ruhephasen ernst zu nehmen, um den Körper wieder auf Normaltemperatur zu bringen und in der Zeit viel zu trinken.
Saunaangebot in Spreewelten
In der Saunalandschaft und Therme gibt es die Spreewaldsauna 95°C, Biosauna 40°C bis 50°C, Dampf- und Aromasauna 45°C, Spreewälder Waschküche 45°C sowie Salzstollen, Infrarotkammer und Aersol.
Und im Saunadorf außerdem die Lutki-Höhle 85°C, Gute-Stube-Sauna 80°C, Gurken-Sauna 60°C, Heusauna 90°C, Sau(na)stall 70°C, Alter Speicher 80°C, Backstube 80°C, und zum Abkühlen und frische Luft schnappen– die Sonnenwiese am Fließ
Ein starkes Immunsystem
„Der Saunameister ist nie krank“, sagt Stefan Mann scherzhaft. Doch tatsächlich behauptet er, selten krank zu sein. Zudem ist sein Geheimtipp für ein gesundes Leben: „Vitamine essen und viel lachen! Lachen stärkt das Immunsystem.“
Wie wird man eigentlich Saunameister?
Stefan Mann machte einen 14-tägigen Lehrgang zum Saunameister, in dem nicht nur das Wedeln mit dem Handtuch beigebracht wurde, sondern auch die relevante Chemie und Physik des Körpers. Daraufhin machte er eine Ausbildung und den Meister für Bäderbetriebe und arbeitet nun als „die rechte Hand vom Chef“ für die Abteilung Schwimmbad.
„Schwimmbad ist anders. Dort haben die Leute nicht so viel Zeit“. Das kontrastreiche Ambiente von Schwimmbad zu Sauna merkt man auch am Essensangebot. Fastfood im Schwimmbad versus hochwertige Gerichte in dem Saunaabteil. „Genau das macht Sauna auch aus. Es ist ein Ort der Erholung. Es geht darum, sich was Gutes zu tun, zu entspannen. Und das bedeutet auch, mit Zeit und ohne Hektik zu kommen.“
Was der 40-jährige Saunameister am meisten an seinem Job genießt? „Definitiv die Menschen. Ich lache gerne und mache auch gerne Quatsch“ und das lässt sich als Saunameister gut ausleben. Denn oft hat ein Aufguss ja auch einen gewissen Entertainment-Faktor.
Überraschungsaufguss
Neben den ganzen vielfältigen Massage- und Aufgussangeboten in den Spreewelten, gibt es unter anderem die Überraschungsaufgüsse. Dabei kann sich jede Aufgussmeisterin und jeder Aufgussmeister einen eigen kreierten Aufguss ausdenken. Für Stefan Mann die perfekte Aufgabe. Dabei schlüpft er spielerisch in die Rolle des Sheriffs „Little Lübbenau“ und spielt eine Western-Geschichte dem Saunapublikum vor. Mit einem Most-wanted-Plakat, welches sein Gesicht als Bösewicht abbildet und einer Wasserpistole am Gürtel, sorgt er mit Sicherheit für viele Lacher und gute Stimmung während des Aufgusses. Und wie wir gelernt haben– hält Lachen auch gesund!

Die Massage mit Peelingsalz entschlackt den Körper und die anschließend leichte Massage mit Honig gibt Feuchtigkeit zurück.
Spreewelten GmbHSpreewelten Aufgüsse und Öffnungszeiten
‣Die Spreewelten bieten eine große Variation an Aufgüssen in den Saunen an. Zum Beispiel Salz- und Frucht-Aufgüsse, Waldaufgüssen mit Birkensud, richtig heiße Hitzewelle-Aufgüsse und auch getrennte Damen-/ Herren-Aufgüsse. Dazu gibt es ein großes Massageangebot mit Wellnessmassagen, beispielsweise inspiriert von der Heilkunst des Ayurveda. Auch eine Hamamzeremonie zu zweit und weitere Verwöhnprogramme gibt es zu entdecken.
Die Öffnungszeiten im Überblick:
‣Sonntag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr, ‣Freitag und Samstag 10 bis 23 Uhr
‣Silvester 10 bis 21 Uhr
‣An Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag geschlossen.


