: Inoffizieller Umleitungsverkehr sorgt für Trauer und Frust bei Calauer Anwohnern
Wegen Sperrungen der L 54 zwischen Calau und Vetschau nutzen Verkehrsteilnehmer immer häufiger inoffizielle Abkürzungen. Die dortigen Anwohner gehen auf die Barrikaden. Katzen wurden bereits totgefahren, Eltern haben Angst um ihre Kinder.
Die Anwohner des Bolschwitzer Wegs in Calau sind verärgert: Durch die Sperrungen der Landesstraße zwischen Calau und Vetschau rollen nun zahlreiche Fahrzeuge durch ihre Straße, um Richtung Vetschau / Repten über Bolschwitz abzukürzen. Die abgehende Spielstraße wird von einigen rücksichtslosen Autofahrern kaum wahrgenommen. In der Straße wohnen viele Familien mit Kindern.
Foto: Rüdiger Hofmann
Michaela Noffke mit ihrer Tochter Mila am Grab von Wuschi. Der Kater wurde im Juli von einem Fahrzeug im Bolschwitzer Weg überrollt.
Foto: Rüdiger Hofmann
Ein Bild aus besseren Zeiten: Wuschi im Haus von Familie Noffke. Der schwarze Kater wurde nur zwei Jahre alt. Im Bolschwitzer Weg ist vor wenigen Tagen auch noch eine weitere Katze überfahren worden.
Foto: Michaela Noffke
Die Calauer Polizei hat inzwischen reagiert und vor ein paar Tagen im Bolschwitzer Weg eine Laserkontrolle durchgeführt. Das Foto entstand aus dem Dachfenster der Familie Noffke.
Michaela Noffke
Grund des Anwohnerfrustes sind die Sperrungen der Landesstraße 54 zwischen Calau und Vetschau. Dort werden vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg Asphaltarbeiten (derzeit zwischen Saßleben an der Milchviehanlage und Koßwig) durchgeführt. Einige Verkehrsteilnehmer, die von Calau nach Vetschau und umgekehrt fahren, nutzen nun inoffizielle Umleitungsstrecken und Abkürzungen wie über den Bolschwitzer Weg.
Rüdiger Hofmann
Eine Temporeduzierung auf 30 km/h, wie sie am Ortseingang vom Calauer Ortsteil Bolschwitz steht, wünschen sich auch die Anwohner des Bolschwitzer Wegs. Spielt der OSL-Kreis als zuständige Verwaltung da mit?