
Restaurierung in Groß Mehßow: Alte Schätze in neuem Gutshaus

Das alte Gutshaus von Groß Mehßow vom Garten aus betrachtet. In historischen Dokumenten finden die neuen Besitzer immer häufiger die Bezeichnung "Schloss" Groß Mehßow. Früher war das Haus ziegelrot und der Sockel steinsichtig. Dr. Silke Luplow will diese Farbgebung während der Restaurierung auch wieder herstellen.
Rüdiger Hofmann
Dr. Silke Luplow zeigt Teile des Dachbodens - früher eine begehbare Räucherkammer, wo Schweine zum Haltbarmachen aufgehängt wurden. Die Backsteine am Boden sind aus Klosterformat, ein im 12. Jahrhundert von Mönchen entwickeltes, bevorzugtes Ziegelformat, was bis ins 20. Jahrhundert in der Backsteinarchitektur Verwendung fand.
Rüdiger Hofmann
Im Obergeschoss des alten Schlosses will die Besitzerin mittelfristig drei Ferienwohnungen einrichten.
Rüdiger Hofmann
Diese alten Schätze kamen bei der bisherigen Sanierung des Schlosses zum Vorschein - unter anderem ein altes Kinderportemonnaie, Filmzeitschriften und historische Aufzeichnungen, die bis 1856 zurückverfolgt werden können.
Rüdiger Hofmann
Der Grüne Salon schließt sich an den Roten Salon an. Die Räume im Erdgeschoss sollen repräsentativen Charakter haben.
Rüdiger Hofmann
Dr. Silke Luplow mit ihrem Lebenspartner Bernd Große im Schlosspark. Liebevoll hat er dort Pflanzen und Beete angelegt, nachdem Unmengen an verwachsenem Gestrüpp und Steine aus dem ehemaligen Gutsgarten beseitigt worden sind.
Rüdiger Hofmann
Der Gewölbekeller wurde inzwischen abgeputzt und verfugt. Hier sind künftig kleinere Feierlichkeiten, Weinverkostungen und Gastronomie geplant. Eine Klemmkuchenparty zur Brauchtumspflege hat es bereits gegeben.
Rüdiger Hofmann
Die vielen Bauschuttcontainer lassen erahnen, welche Mengen an Bauschutt die Familie in den vergangenen Monaten aus dem Gutshaus / Schloss geschleppt hat.
Dr. Silke Luplow
Der inzwischen neu dekorierte Herrensalon des Hauses, hinter dessen alter Tapete Zeitungsseiten von 1856 und weitere kleine Schätze gefunden wurden.
Rüdiger Hofmann
Die Räucherkammer auf dem Dachgeschoss wurde abgetragen. Auch hier mussten Massen an Bauschutt, Backsteinen und Schwamm in den Holzbalken entfernt werden.
Dr. Silke Luplow