Polizeieinsatz
: Verfolgungsjagd von Kittlitz nach Finsterwalde – Mercedes-Fahrer flüchtet vor Polizei

Eine 60-jähriger Autofahrer hat versucht, sich der Kontrolle von Polizeibeamten zu entziehen und ist mit seinem Mercedes von der A13 bei Kittlitz nach Finsterwalde geflohen. Was war zuvor geschehen?
Von
sme
Kittlitz/ Massen/ Finsterwalde
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(Symbolbild) Eine Verfolgungsjagd die bei Kittlitz auf der A13 startete, hat für die Polizei und einen flüchtigen Mercedes-Fahrer eine Ende in Finsterwalde genommen.

Christian Horz - shutterstock.com

Ein Mercedes-Fahrer hat sich am Dienstag, 9. März, eine irre Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Seine Flucht vor den Beamten führte von einem Rastplatz an der A13 bei Kittlitz, über die B96 bei Lieskau, weiter nach Massen und endete in Finsterwalde.

Was den Mann genau dazu getrieben hat, ist bislang unklar. Angefangen hat alles damit, dass Polizeibeamte gegen 16.15 Uhr zum Rastplatz „Lichtenauer Seen“ an der A13 gerufen wurden.

Nach Polizeiangaben versuchte dort, der Mercedes-Fahrer den Fahrer eines Harley Davidson Motorrads an der Weiterfahrt zu hindern. Ersten Aussagen zufolge hatte der Autofahrer mit dem Benz das Motorrad gestreift, der Kradfahrer blieb aber unverletzt, so Polizeisprecher Torsten Wendt.

Mercedes-Fahrer wird zunächst in Massen gestoppt

Die eintreffenden Beamten wollten zunächst die Identität des Autofahrers klären, der sich daraufhin in seinem Fahrzeug einschloss und auf die Autobahn in Fahrtrichtung Dresden flüchtete. An der Ausfahrt Bronkow verließ er die Autobahn und flüchtete weiter mit überhöhter Geschwindigkeit und erheblichen Gefährdungen für andere Verkehrsteilnehmer auf der Landstraße in Richtung der Bundesstraße 96 bei Lieskau.

In Massen wurde das Auto in einem Kreisverkehr durch mehrere Polizeifahrzeuge gestoppt. Davon unbeeindruckt, rammte er zwei Funkwagen und flüchtete weiter über einen Bürgersteig, so dass Polizeibeamte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten konnten.

60-Jähriger greift Polizeibeamte an

Schließlich wurde das flüchtige Auto in Finsterwalde in der Straße am Holländer ein weiteres Mal gestoppt. Der 60-jährige Fahrer griff daraufhin die Beamten körperlich an und musste fixiert werden. Er wurde zunächst zur Verhinderung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam genommen. Durch die Staatsanwaltschaft wurde eine Blutprobe zur Beweissicherung angeordnet.

Obwohl äußerlich unverletzt, wurde der Fahrer zur medizinischen Begutachtung ins Krankenhaus gebracht. Da der Verdacht einer psychischen Ausnahmesituation bestand, wurde die stationäre fachmedizinische Betreuung veranlasst. Ein Polizeibeamter wurde bei den Angriffen des Mannes leicht verletzt. Bei Sachschäden von mehreren tausend Euro waren zwei Dienstfahrzeuge der Polizei anschließend nicht mehr fahrtüchtig. Der Mercedes wurde zur Beweissicherung sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen, die bis zur Stunde andauern, führt nun die Kriminalpolizei.

Mehr Informationen und Hintergründe zu Einsätzen der Polizei in Brandenburg, Berlin und Sachsen finden Sie auf der Themenseite Blaulicht auf LR Online.