Lübbenauer Künstler- und Eventagenturen beteiligten sich an der weltweiten Protestaktion der Veranstaltungswirtschaftler. Durch den Wegfall von Konzerten, Musicals, Tourneen und anderen Veranstaltungen sind deren Einnahmen fast vollständig weggebrochen. Staatliche Hilfen fielen viel zu knapp aus, Kredite helfen nur, wenn es auf der anderen Seite Einnahmen gibt, was nach Lage der Dinge nicht der Fall ist.
Die Veranstaltungswirtschaft hat hart zu kämpfen, sie sieht sich auf der Roten Liste einer aussterbenden Branche. Um dies zu verdeutlichen, wurden in der Nacht deutschlandweit vom 22. zum 23. Juni Bauwerke mit Kunstbezug rot angestrahlt.

Mitarbeiter von Lübbenauer Agenturen in Kurzarbeit

Die beiden Lübbenauer Agenturen Sound- und Lichtservice von Guido Lerch sowie der Spreewaldeventservice von Christian Wegewitz sind zwei der betroffenen Veranstalter. Sie tauchten das städtische Kulturzentrum am Gleis 3 in rotes Licht. „Ich habe 24 Mitarbeiter, die Hälfte ist in Kurzarbeit. Was mit der anderen Hälfte wird, ist unklar, auch wie es mit mir selbst weitergeht, ist völlig offen. Wir brauchen dringend Hilfe zum Überleben!“, sagt Christian Wegewitz nachdrücklich.
Guido Lerch listet auf, was an Einnahmen wegegfallen ist: „Feste Größen in meinem Budget waren stets die jährlichen Großereignisse wie Spreewaldmarathon, Stadt- und Stadtteilfeste, Spreewaldfest, Rock in Wotschofska und auch die eine oder andere städtische oder private Veranstaltung.“

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