2017 ist Martin Schadock von Tanneberg (Elbe-Elster) nach Saadow (Gemeinde Bronkow) gezogen. „In das Haus, in dem meine Mutter aufgewachsen ist“, erzählt der passionierte Fleischer. Dass er damit einen Kreis geschlossen hat, ist ihm nach einem Telefongespräch bewusst geworden, das seine Schwester Katharina mit Professor Jürgen Udolph geführt hat. Der Namensforscher konnte mit einer belastbaren Erklärung dienen, woher der Name Schadock stammt. Ihr Hinweis, wonach der Großvater und auch der Uropa aus Göllnitz (EE) stammen, bestätigten die Forschungsergebnisse des Namensexperten. „65 Mal finden wir den Namen Schadock in diesem Gebiet. Wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass alle Schadocks auf eine einzige Person zurückgehen“, befand Jürgen Udolph. „Es handelt sich um einen sorbischen, slawischen Namen und wir haben einen Ort, südwestlich von Calau, der die Grundlage ihres Namens liefert“, so der Namensforscher.

Gemeint ist das heutige Saadow, das früher auch Schadow geschrieben wurde. „Einer aus Saadow“ sei die Quelle ihres Namens, teilte er seiner etwas verdutzten Telefon-Gesprächspartnerin mit. Ihre Info, dass ihre Mutter aus Saadow stammt und ihr Bruder Martin erst kürzlich dort hingezogen ist, erwiderte Jürgen Udolph mit einem schmunzelndem „perfekt“. Martin Schadock sieht sich in seiner Wohnortwahl bestätigt. „Kurios, in dem Dorf zu leben, das auch die Grundlage des Familiennamens bildet“, so der Verkaufsleiter der Landfleischerei Bronkow. Rund ein Jahr habe es von der Bitte um Namenserklärung bis zum ersehnten Telefonat mit Prof. Udolph gedauert, um zu erfahren, dass er sein Wahlheimatdorf Saadow auch bedenkenlos Schadocksdorf nennen darf.